„Wenn wir nicht richtig glauben, können wir auch nicht richtig leben“

Patriarch Porfirije während der Liturgie zum Sonntag der Orthodoxie. Foto: Patriarchat

Patriarch Porfirije während der Liturgie zum Sonntag der Orthodoxie. Foto: Patriarchat

Am Sonntag der Orthodoxie (1. März 2026) haben sich zahlreiche Gläubige in der serbisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Sava in Belgrad versammelt. Der serbische Patriarch Porfirije rief in seiner Predigt zu einem Leben aus dem „wahren und unverfälschten Glauben“ auf. Das Patriarchat veröffentlichte den Predigttext auf seiner Webseite.

Am ersten Sonntag der Großen Fastenzeit gedachte die Serbisch-Orthodoxe Kirche der Wiederherstellung der Ikonenverehrung im Jahr 843. In der Kirche des Heiligen Sava leitete Patriarch Porfirije die Heilige Liturgie vor zahlreichen Gläubigen der Hauptstadt.

In seiner Predigt bezeichnete er den Sonntag der Orthodoxie als Fest des „Triumphs des wahren Glaubens“. Glaube sei das Fundament des Lebens: „Wie wir glauben, so leben wir.“ Wer nicht recht glaube, könne auch nicht recht leben. Maßstab bleibe das Evangelium Christi und Gottes Gebot der Liebe.

Ziel des Fastens sei die liebende Vereinigung mit Christus. Selbstliebe, Stolz und bloß äußere Frömmigkeit stünden echter Gottes- und Nächstenliebe entgegen. Fasten dürfe nicht der Selbstdarstellung dienen, sondern müsse in tätiger Liebe Frucht tragen.

Abschließend betonte Patriarch Porfirije, der orthodoxe Glaube präge Kultur, Geschichte und Identität des serbischen Volkes. Er rief dazu auf, am überlieferten Glauben der Kirche festzuhalten und ihn im Alltag zu leben.

Die UOJ berichtete zuvor über das 20. Panorthodoxe Chortreffen orthodoxer Gemeinden in München.

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