Patriarch Porfirije: „Christus soll im Mittelpunkt unseres Lebens stehen“
Patriarch Porfirije während der Liturgie in Neu-Belgrad. Foto: Patriarchat
Am Gedenktag des heiligen Simeon des Myrrhenspenders (28. Februar 2026) hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije in der dem Heiligen geweihten Kirche in Neu-Belgrad die Göttliche Liturgie zelebriert. In seiner Predigt stellte das Oberhaupt der serbischen Kirche Christus als Mitte allen Lebens und als Antwort auf die Krisen der Gegenwart dar. Das Patriarchat veröffentlichte den Predigttext auf seiner Webseite.
Patriarch Porfirije würdigte den heiligen Simeon – Stammvater der Nemanjić-Dynastie und Vater des heiligen Sava – als Herrscher, Asket und Stifter, der Macht und Ruhm letztlich Gott untergeordnet habe. Sein Beispiel zeige, dass wahre Größe im Verzicht auf Selbstbezogenheit und in der Hingabe an Christus liege.
In seiner Predigt betonte der Patriarch, es gebe „keine andere Krise als eine spirituelle Krise“. Wirtschaftliche, politische oder soziale Probleme seien letztlich Ausdruck einer geistlichen Entfremdung. Wo Gier, Egoismus und Selbstliebe herrschten, entstehe Unordnung; wo Christus im Zentrum stehe, gebe es Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit. Entscheidend sei nicht äußere Gesetzestreue allein, sondern Demut und das Bewusstsein, dass alles Gnade Gottes sei.
Abschließend rief der Patriarch die Gläubigen auf, Christus bewusst in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen – auch wenn dies Ablehnung mit sich bringe. Wer sein Leben um Christi willen verliere, werde es gewinnen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die russisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg einen neuen Videobeitrag aus der Reihe „Frag den Priester“ veröffentlicht hat.
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