Orthodoxes Kloster aus der Herzegowina erhielt Goldmedaillen für Olivenöl

Olivenhaine rund um das Kloster Tvrdoš bei Trebinje: Die Mönche verbinden spirituelle Tradition mit moderner Olivenölproduktion. Foto: ekapija.com
Ein serbisch-orthodoxes Kloster im Süden von Bosnien und Herzegowina sorgt international für Aufmerksamkeit: Bei der renommierten NYIOOC World Olive Oil Competition wurde das Kloster Tvrdoš nahe Trebinje gleich dreimal mit Gold ausgezeichnet, wie die Olive Oil Times am 23. Februar 2026 berichtete.
Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Kloster erhielt die Preise für drei verschiedene Olivenöle. Das „Manastir Tvrdoš Chalkidiki“ überzeugte mit fruchtigem Charakter und hohem Polyphenolgehalt, während der „Monastic Blend“ für seine Frische und Ausgewogenheit gewürdigt wurde. Eine weitere Goldmedaille ging an „Manastir Tvrdoš Kalamata“, ein Öl aus griechischen Kalamata-Oliven mit besonders hoher Konzentration an Polyphenolen.
Hieromönch Miljan Grgić Porfirije sprach von einer wichtigen Bestätigung der klösterlichen Arbeit: Nachdem im Vorjahr eine Goldmedaille erreicht worden war, habe man nun drei Auszeichnungen erhalten. Laut Wettbewerbsranking liegt das Kloster derzeit auf Platz drei in Bosnien und Herzegowina sowie unter den Top 100 weltweit.
Das Kloster bewirtschaftet rund 1.700 Olivenbäume verschiedener regionaler und mediterraner Sorten. Gleichzeitig entsteht eine neue Ölmühle, die künftig auch anderen Produzenten aus der Region Trebinje zur Verfügung stehen soll, wo etwa 8.000 Olivenbäume kultiviert werden.
Die Erfolge stehen im Zusammenhang mit einem allgemeinen Aufschwung des Olivenanbaus in der Herzegowina. Nach Angaben des Agromediterranen Instituts Mostar wurden in der vergangenen Saison rund 15.000 neue Bäume auf etwa 150 Hektar gepflanzt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass OrthMedien ein neues Video zum Thema Gebet als Weg zur Gottesbeziehung veröffentlichte.
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