Metropolit Isaak zur Fastenzeit: „Das geistliche Leben ist ganzheitlich“

Metropolit Isaak richtete sich in einer Videobotschaft an die Gläubigen.

In einer Videobotschaft zum Beginn der Großen Fastenzeit wandte sich Metropolit Isaak von der Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie Deutschland und Westeuropa an die Gläubigen. Der Hierarch sprach über Sinn und Ziel des Fastens, die Bedeutung gegenseitiger Vergebung und das geistliche Leben als ganzheitlichen Weg der Kirche. Die Metropolie veröffentlichte das Video am 22. Februar 2026 auf ihrem YouTube-Kanal.

Metropolit Isaak erinnerte daran, dass die Kirche am letzten Sonntag der Vorbereitungszeit das gegenseitige Vergebungsritual begeht. Das Bitten um Vergebung zwischen Priestern und Gläubigen sei keine bloße äußere Handlung, sondern müsse aus dem Herzen kommen und die Gemeinschaft erneuern. Die Fastenzeit beschrieb er als geistliche Reise, die auf das Licht der Auferstehung Christi hinführe.

Zugleich stellte der Hierarch das liturgische Programm der Fastenzeit vor. In der St.-Dimitrios-Kathedrale Köln seien tägliche Gebete, das Große Komplet, die Liturgie der Vorgeweihten Gaben sowie Andachten zur Gottesgebärerin vorgesehen. Zusätzlich kündigte er regelmäßige geistliche Impulse an, in denen Priester die einzelnen Fastensonntage erläutern sollen.

Ausführlich warnte Metropolit Isaak vor einem einseitigen Verständnis des Fastens. Das geistliche Leben sei „ganzheitlich“ und lasse sich nicht auf einzelne Aspekte reduzieren. Wer vom Essen faste, solle ebenso seine Worte, Gedanken und Handlungen prüfen. Wichtig sei dabei die Begleitung durch einen geistlichen Vater sowie die Vertiefung in die Texte des Triodions.

Abschließend sprach der Metropolit Segenswünsche für eine gesegnete Fastenzeit aus und betete um Frieden für die Welt, besonders für den Nahen Osten und die eigene Heimat. Gott möge Kriege und Unruhen fernhalten und den Gläubigen einen gesegneten Weg durch die Fastenzeit schenken.



Die UOJ berichtete zuvor, dass in Italien Abt Matteo Ferrari vor Netflix-Streaming und Social Media im Kloster warnte.

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