„Um Frieden zu erreichen, ist gegenseitige Vergebung unabdingbar“
Die Predigt in der St.-Barbara-Kirche Krefeld stellte Vergebung und Versöhnung als zentrale Vorbereitung auf die Große Fastenzeit heraus.
Am 22. Februar 2026 predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche Krefeld über die geistliche Bedeutung von Vergebung, Fasten und der Rückkehr des Menschen zu Gott im Licht des Sonntags der Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
Ausgehend vom Evangelium des Tages (Mt 6, 14-21) stellte Diakon Igor Willimowski in seiner Predigt die Vergebung in den Mittelpunkt. Sie bedeute, negative Gefühle zu überwinden und sei Voraussetzung dafür, selbst Gottes Vergebung zu empfangen. Wer anderen nicht vergebe, verschließe sich nach den Worten Christi auch dem göttlichen Erbarmen.
Der Geistliche verband dieses Thema mit der biblischen Erzählung vom Sündenfall. Adam habe nach der Versuchung keine Reue gezeigt, sondern Ausflüchte gesucht – ein Verhalten, das letztlich zur Vertreibung aus dem Paradies geführt habe. Die Freiheit des Menschen sei ein Ausdruck der Liebe Gottes, zugleich aber auch Verantwortung für die eigenen Entscheidungen.
Mit Blick auf die bevorstehende Fastenzeit rief der Prediger dazu auf, das eigene Leben zu prüfen und den Weg der Umkehr zu gehen. Durch Christus, den „neuen Adam“, sei die Rückkehr zu Gott möglich geworden; Voraussetzung dafür sei jedoch ein reines Herz, das durch Versöhnung mit den Mitmenschen vorbereitet werde.
Abschließend verwies Diakon Igor Willimowski auf die im Anschluss gefeierte Vergebungsvesper, bei der die Gläubigen einander um Vergebung bitten. Diese liturgische Praxis solle helfen, alte Verletzungen zu überwinden und die Fastenzeit in Frieden zu beginnen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass eine aktualisierte Liste der Neumärtyrer der Russischen Kirche veröffentlicht wurde.
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