Frankfurt: Ramadan-Beleuchtung zum Aschermittwoch löste erneute Debatte aus

Ramadan-Beleuchtung mit Halbmond-Symbolen in der Frankfurter „Fressgass‘“ sorgt erneut für politische und gesellschaftliche Diskussionen. Foto: Screenshot YouTube
In Frankfurt am Main sorgt die erneute Installation einer Ramadan-Beleuchtung mit Halbmond-Symbolen und dem Schriftzug „Happy Ramadan“ für kontroverse Reaktionen. Während die Stadtführung das Projekt als Ausdruck von Weltoffenheit versteht, bemängeln Kritiker den Zeitpunkt rund um den Beginn der christlichen Fastenzeit, wie das katholische Nachrichtenportal kath.net berichtete.
Die Stadt Frankfurt lässt die Große Bockenheimer Straße („Freßgass‘“) auch 2026 während des muslimischen Fastenmonats mit Halbmonden, Sternen und Laternen beleuchten. Die Lichter wurden am 17. Februar 2026 im Rahmen einer Feierstunde eingeschaltet. Laut Stadt geht die Aktion auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2023 zurück und soll das muslimische Leben als festen Bestandteil der Stadtgesellschaft sichtbar machen.
Besonders der zeitliche Zusammenhang mit dem Aschermittwoch, an dem Christen traditionell die Fastenzeit beginnen, hat Kritik ausgelöst. Gegner der Aktion werfen der Stadtverwaltung vor, religiöse Neutralität unterschiedlich auszulegen und christliche Symbolik im öffentlichen Raum restriktiver zu behandeln als islamische Festzeichen.
Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg verteidigte die Beleuchtung in einer Pressemitteilung als Zeichen von Zusammenhalt und Solidarität. In einer Stellungnahme betonte sie, die Lichter sollten Hoffnung vermitteln und den Beitrag der rund 130.000 Musliminnen und Muslime zur Frankfurter Stadtgesellschaft würdigen.
Bereits im Vorjahr hatte die Ramadan-Dekoration bundesweit Diskussionen ausgelöst. Auch diesmal stehen sich Befürworter, die ein Signal der Vielfalt sehen, und Kritiker, die eine kulturelle Schieflage befürchten, in der öffentlichen Debatte gegenüber.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in Zürich predigte: „Es gibt beim Jüngsten Gericht nur eine einzige Frage: Hast du geliebt?“
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