Religionsgemeinschaften in Wales warnten vor Legalisierung der Sterbehilfe
Religiöse Führungspersönlichkeiten verschiedener Glaubensrichtungen in Wales rufen gemeinsam zu einem Nein zur geplanten Legalisierung der Sterbehilfe auf.
Wenige Tage vor der geplanten Abstimmung im walisischen Parlament haben führende Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften eindringlich dazu aufgerufen, den Gesetzentwurf zur Sterbehilfe abzulehnen. Sie warnen vor gesellschaftlichem Druck auf Kranke und plädieren stattdessen für den Ausbau der Palliativversorgung, wie das katholische Nachrichtenportal Vatican News am 14. Februar 2026 berichtete.
In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich religiöse Führungspersönlichkeiten aus Wales gegen die geplante Zustimmung zum britischen Gesetzesvorhaben „Terminally Ill Adults Bill“. Die Debatte im Parlament ist für den 24. Februar 2026 angesetzt. Nach Ansicht der Unterzeichner würde eine Legalisierung der assistierten Sterbehilfe grundlegende ethische Fragen aufwerfen und besonders vulnerable Menschen gefährden.
Die Geistlichen betonen, wahre Empathie bestehe nicht darin, Leben zu beenden, sondern Leidende zu begleiten und ihnen würdige Unterstützung zu bieten. Niemand dürfe sich als Last fühlen oder den Eindruck gewinnen, sein Leben sei weniger wert. Eine Gesellschaft müsse Schutzbedürftigkeit als Teil menschlicher Würde anerkennen.
Statt einer gesetzlichen Öffnung für assistierten Suizid fordern die Religionsvertreter eine deutliche Stärkung von Palliativmedizin und Hospizbewegung in ganz Wales. Eine bessere Versorgung am Lebensende sei der richtige Weg, um Leiden zu lindern und Familien zu entlasten.
Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der katholische Erzbischof Mark O’Toole, die anglikanische Bischöfin Cherry Vann sowie Vertreter jüdischer, muslimischer, hinduistischer und sikhischer Organisationen. Sie rufen die Bevölkerung dazu auf, ihre Abgeordneten zu kontaktieren und gegen die notwendige Zustimmung des Senedd zu stimmen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Schweiz ein neues Gerät zur Selbsttötung ohne Medikamente prüft.
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