Patriarch Porfirije: „Demut entgeht jeder dämonischen Falle“
Patriarch Porfirije während der Göttlichen Liturgie in Belgrad. Foto: Patriarchat
Zum Beginn der liturgischen Vorbereitung auf die Große Fastenzeit hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije am Sonntag, dem 1. Februar 2026, die zentrale Bedeutung der Demut für das geistliche Leben hervorgehoben. In seiner Predigt warnte er vor Selbstgenügsamkeit und Stolz als Ursachen der Trennung von Gott und den Mitmenschen, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Am Sonntag des Zöllners und des Pharisäers predigte Patriarch Porfirije während der Göttlichen Liturgie in der Alexander-Newski-Kirche in Belgrad über das Evangeliumsgleichnis, das den Auftakt zur Vorbereitungszeit auf Ostern bildet. Demut, so der Patriarch, entziehe sich jeder dämonischen Falle; der Stolz hingegen mache Gott überflüssig und entfremde den Menschen sowohl von Gott als auch vom Nächsten.
Demut bedeute das Bewusstsein, dass alles Gute ein Geschenk Gottes sei. Erfolge im Gebet, in der Nächstenliebe und im Halten der Gebote dürften nicht dem eigenen Verdienst zugeschrieben werden, sondern seien Frucht göttlicher Gnade. Nur dort, wo der Mensch dieses Geschenk nicht durch Sünde verhindere, könne es aufblühen und reiche Frucht bringen.
In seiner Auslegung unterschied der Patriarch zwei Formen des Stolzes: die Herabsetzung des Nächsten und die Selbstzuschreibung allen Guten. Beide führten zur Trennung. Mit Blick auf die bevorstehende Fastenzeit rief er dazu auf, dem Beispiel des demütigen Zöllners zu folgen und sich stets der Abhängigkeit von Gottes Gnade, Vorsehung und Liebe bewusst zu bleiben. Die Erfahrung der Heiligen zeige, dass Demut genüge, um von Gott geliebt und auf den Weg des Heils geführt zu werden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass eine serbische Delegation an theologischer Konferenz in Moskau teilnahm.
Lesen Sie auch
Rumänische Erzdiözese beteiligte sich erfolgreich am Katechesewettbewerb
Elf Pfarreien aus Deutschland und Österreich nahmen teil – Kirchenzentrum München erreichte ersten Platz
Erzbischof Tichon feierte Patronatsfest im St.-Georgs-Kloster Götschendorf
Festgottesdienst zum Georgstag mit Gedenken an Kriegsopfer und Predigt über geistlichen Durst
Im Libanon schändet israelischer Soldat Marienstatue
Die israelische Armee (IDF) hat wegen der Schändung einer Marienstatue durch einen Soldaten Ermittlungen eingeleitet.
Islamistische Kämpfer zerstören historische Kirche in Mosambik
Bischöfe berichten von Angriff auf christliche Gemeinde in Cabo Delgado.
UN-Vertreter äußerte Sorge über Angriffe auf Christen im Heiligen Land
Der UN-Vertreter Miguel Ángel Moratinos hat sich besorgt über zunehmende Gewalt und Belästigungen gegen Christen in Ostjerusalem geäußert.
US-muslimische Organisation forderte Verurteilung von Angriffen auf Christen
Die Bürgerrechtsorganisation CAIR hat den US-Kongress dazu aufgerufen, Vorfälle im Westjordanland und im Libanon öffentlich zu verurteilen.