Serbische Delegation nahm an theologischer Konferenz in Moskau teil

Patriarch Kyrill eröffnete die Konferenz mit 5000 Teilnehmern in Moskau, an der auch Vertreter der Serbischen Orthodoxen Kirche teilnahmen. Foto: Patriarchat

Am 27. Januar 2026 eröffnete Patriarch Kyrill von Moskau und der ganzen Rus die 34. Internationalen Weihnachtslesungen im Staatlichen Kremlpalast. Unter dem Thema „Aufklärung und Moral: Persönlichkeitsbildung und die Herausforderungen der Zeit“ versammelten sich in Moskau über 5.000 Gäste aus Kirche, Bildung, Wissenschaft und Kultur. Auch die Serbisch-Orthodoxe Kirche war mit Bischof Stefan von Remesian und Diakon Vasilije Bursać vertreten. Darüber berichtete das serbische Patriarchat auf seiner Webseite.

Patriarch Kyrill betonte in der Hauptrede der Konferenz die enge Verbindung von Bildung und Moral sowie die zentrale Rolle der Kirche bei der Vermittlung orthodoxer Werte und der ethischen Entwicklung junger Menschen. Er hob hervor, dass Wissen ohne moralische Grundlage nur Werkzeuge liefere, während Bildung verbunden mit Glauben und ethischem Handeln zur spirituellen Reife führe.

Schulen, Universitäten und kirchliche Katechese seien entscheidend, um kommende Generationen sowohl intellektuell als auch moralisch zu bilden. Außerdem rief er zu gezielter Unterstützung von Lehrkräften und Priestern auf, um die Vermittlung orthodoxer Werte wirksam zu gestalten.

Die serbische Delegation präsentierte im Rahmen des dritten Forums der Wallfahrtsdienste Russlands die Arbeit der Pilgeragentur Dobročinstvo, die seit Jahrzehnten Pilgerreisen für Gläubige aus Serbien, Russland und Europa organisiert.

Diakon Bursać erläuterte, dass diese Reisen dem geistlichen Wachstum der Teilnehmer dienen und ihnen helfen, die Heiligen Schriften, orthodoxe Traditionen und das Leben der Heiligen besser zu verstehen. Jede Pilgerreise sei sorgfältig vorbereitet, mit Gebet, Besinnung und spiritueller Begleitung durch erfahrene Priester, um den Gläubigen eine tiefgehende religiöse Erfahrung zu ermöglichen. Pilgerreisen seien daher nicht mit touristischen Reisen zu vergleichen.

Bursać berichtete zudem von den Erfolgen der Agentur trotz globaler Krisen und geopolitischer Spannungen: Im vergangenen Jahr wurden elf Pilgerreisen nach Moskau und St. Petersburg sowie Gegenbesuche russischer Pilger in Serbien erfolgreich durchgeführt. Er betonte, wie wertvoll diese Reisen für das spirituelle Leben der Teilnehmer sind, da sie die Verbindung zu heiligen Stätten stärken, die eigene Glaubenspraxis vertiefen und die Tradition orthodoxer Pilgerfahrten lebendig halten.

Bischof Stefan von Remesian ergänzte, dass die Pilgerreisen die Gläubigen inspirieren, ihr geistliches Leben aktiv zu gestalten und die orthodoxe Kultur weiterzutragen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Kommission der Republika Srpska für das Kloster Hilandar zwei Restaurierungsprojekte vorantreibt.

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