Metropolit Grigorije: Der Heilige Sava als Maßstab für Verantwortung und Mut

Metropolit Grigorije bei der Heiligen Liturgie in Düsseldorf. Foto: Gemeinde

Am Sonntag, dem 25. Januar 2026, feierte die serbisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Sava in Düsseldorf ihr Patronatsfest. Die Heilige Liturgie zelebrierte Metropolit Grigorije, Erzbischof von Düsseldorf-Berlin und Metropolit von Deutschland, gemeinsam mit mehreren Geistlichen. In seiner Predigt stellte er den heiligen Sava als bleibendes geistliches Vorbild für Kirche und Gesellschaft heraus, wie die Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

Metropolit Grigorije beschrieb den Heiligen Sava als geistlichen Vater, Lehrer und Wegweiser, dessen Bedeutung weit über die Geschichte hinausreiche. Vor der Ikone des Heiligen erkenne der Mensch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich. Gerade in einer von globalen Konflikten, Machtinteressen und Unsicherheit geprägten Zeit könne die Weisheit des heiligen Sava Orientierung und Heilung schenken.

Ein Schwerpunkt der Predigt lag auf der Rolle des heiligen Sava bei der Erlangung der Autokephalie der serbisch-orthodoxen Kirche. Er habe die Kirche nicht nur unabhängig gemacht, sondern sie als lebendigen Organismus organisiert, indem er vorbereitete und gebildete Bischöfe einsetzte und damit eine kirchliche Struktur schuf, die Jahrhunderte überdauerte. Organisation, so der Metropolit, sei Voraussetzung für Leben – in der Kirche ebenso wie in der Gesellschaft.

Zugleich hob Metropolit Grigorije die Nähe des heiligen Sava zu allen Menschen hervor. Trotz seiner adeligen Herkunft habe er sich den Armen, Bauern und Hirten zugewandt und sein Volk geistlich wie kulturell geprägt. Bildung, praktische Lebenshilfe und geistliche Unterweisung seien bei ihm untrennbar verbunden gewesen. Indem er schließlich selbst auf Macht verzichtete, habe der heilige Sava das Geheimnis seines geistlichen Lichts offenbart.

Abschließend rief der Metropolit dazu auf, sich neu zu fragen, ob man heute noch in den Fußstapfen des heiligen Sava gehe: im gemeinsamen Lernen, Arbeiten und Dienen. Mut, Glaube und Liebe könnten Angst überwinden und dem Leben Sinn verleihen. Nach der Liturgie fand im Saal des Diözesanzentrums ein Kultur- und Unterhaltungsprogramm statt.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Isaak am Gedenkgottesdienst für Erzbischof Anastasios in Tirana teilnahm.

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