Bischof Irenei von London: „Lasst uns heute danken, Christen!“

Bischof Irenei von London und Westeuropa verband mit seiner Weihnachtsbotschaft einen Aufruf zu Dankbarkeit, innerer Erneuerung und gelebter Liebe durch die Geburt Christi. Foto: Diözese

Zum Weihnachtsfest wendet sich Bischof Irenei von London, geistliches Oberhaupt der Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), an Klerus, Mönche und Gläubige. Er ruft dazu auf, die Geburt Christi als Gelegenheit zu echter Dankbarkeit, innerer Erneuerung und vertiefter Gottesbeziehung zu begreifen. Die Diözese veröffentlichte die Weihnachtsbotschaft am 6. Januar 2026 auf ihrer Webseite.

In seiner Botschaft betont Bischof Irenei von London die besondere Nähe Gottes, die durch die Geburt Christi erfahrbar wird. Trotz menschlicher Schwäche und Sündhaftigkeit erwidere der neugeborene Heiland die Unzulänglichkeiten der Menschen mit Liebe und Heil. „Die Sünden, die unsere Herzen verdunkeln, beseitigt der neugeborene Christus durch das Licht seiner Reinheit“, schreibt der Bischof und verweist auf die Freude, die die Engel bei der Geburt des Herrn in die Welt bringen.

Bischof Irenei ermutigt die Gläubigen, Dankbarkeit nicht nur am Fest, sondern in allen Lebensbereichen zu pflegen. Sie sollen Stolz, Ablenkung, Eile und Kälte der Herzen überwinden und Wärme und Liebe zu Gott fördern. „Lasst uns heute danken, Christen! Für das, was der Herr getan hat, für das, was er tut, und für alles, was er noch tun wird“, appelliert der Bischof.

Darüber hinaus erinnert Bischof Irenei daran, dass die Freude der Engel und das Licht der Geburt Christi nicht nur ein einmaliges Ereignis in der Geschichte sind, sondern sich in jedem Leben zeigen können, das sich dem Herrn öffnet. Jeder Mensch, der dem neugeborenen Heiland mit offenem Herzen begegnet, erfährt Frieden, Hoffnung und die Kraft, selbst in schwierigen Zeiten Gutes zu tun. So werde die Feier der Geburt Christi zu einer Quelle der Erneuerung für die Gemeinschaft und jeden Einzelnen, die sie gemeinsam in Dankbarkeit und Liebe erlebt.

Abschließend wünscht er, dass der neugeborene Christus in jedem Herzen neu geboren werde und den Gläubigen die Gnade und Ausdauer schenke, um das ewige Reich Gottes zu erreichen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Mark in seiner Weihnachtsbotschaft an das Erste Ökumenische Konzil erinnerte und zur Bewahrung des Glaubens in Christus aufrief.

Lesen Sie auch

Russisch-orthodoxe Kirche feierte Fest des heiligen Großfürsten Wladimir mit Festgeläut

Bischof Hiob leitete die Liturgie in der Wladimir-Gemeinde in Petershagen und Metropolit Mark empfing die Heiligen Gaben im Hiob-Kloster in München.

Bochumer orthodoxe Jugendliche besuchten Hiob-Kloster in München

Die Jugendgruppe nahm am Tag der offenen Tür teil und nutzte die Gelegenheit zu Begegnung, geistlichem Austausch und Einblicken in das Klosterleben.

Kanadische Influencerin Rebecca Luna starb nach Entscheidung für Sterbehilfe

Die 49-Jährige litt an früh einsetzendem Alzheimer und zog ihren ursprünglich für August geplanten assistierten Tod vor, weil die Krankheit ihr Leben unerträglich machte.

Ermittler schließen extremistisches Motiv nach Brand in syrisch-orthodoxer Kirche aus

Nach dem Feuer im Rohbau einer syrisch-orthodoxen Kirche in Leimen sehen die Ermittlungsbehörden keine Hinweise auf einen politischen oder religiösen Hintergrund.

Bischof Hiob feierte Vigil zum Gedenktag des heiligen Großfürsten Wladimir in Bielefeld

Am Vorabend des Patronatsfestes stand der Stuttgarter Hierarch der Vigil in der Verklärungskirche vor und wird am Sonntag die Liturgie in der Wladimir-Gemeinde in Petershagen leiten.

Ehemaliger Freimaurertempel in Ohio wird nach Exorzismus katholische Kirche

Das St. Joseph College erwarb das historische Gebäude, um dort eine Kapelle einzurichten und es als kulturelles Zentrum der Stadt zurückzugeben.