Bischof Sergij: „Die Fastenzeit öffnet die Türen zur Umkehr“

Bischof Sergij: „Warten wir nicht darauf, dass sich Menschen oder Umstände ändern. Ändern wir uns selbst, und so werden wir erfüllen, was der Herr von uns erwartet." Foto: Patriarchat

Bischof Sergij: „Warten wir nicht darauf, dass sich Menschen oder Umstände ändern. Ändern wir uns selbst, und so werden wir erfüllen, was der Herr von uns erwartet." Foto: Patriarchat

Zum Beginn der Weihnachtsfastenzeit hat Bischof Sergij von Bihać und Petrovac die Gläubigen der Serbisch-Orthodoxen Kirche zu innerer Erneuerung, versöhnter Gemeinschaft und tätiger Nächstenliebe aufgerufen. In seiner Botschaft erinnerte er daran, dass das Fasten nicht nur im Verzicht auf Speisen bestehe, sondern vor allem ein geistlicher Weg sei, der den Menschen näher zu Gott führen solle. Das serbische Patriarchat veröffentlichte das Bischofswort am 29. November 2025 zum Beginn der Fastenzeit auf seiner Webseite.

Der Bischof mahnte, die Herzen für Mitmenschen zu öffnen, von denen man durch Hektik oder Lebensumstände entfremdet sei. Angesichts einer von „Kriegen, Gier und Stolz“ geprägten Welt rief er dazu auf, wachsam zu bleiben, den Fallen der Zeit zu widerstehen und zugleich bezogen auf das Matthäusevangelium (10,16)  – „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben" – die Liebe zu Gott und den Nächsten zu bewahren.

Bischof Sergij betonte, Fasten sei ein Weg der Anstrengung und der Liebe, der zu Versöhnung mit sich selbst und anderen führe. Jeder Christ sei berufen, Barmherzigkeit zu üben, zerbrochene Beziehungen zu heilen und besonders jenen beizustehen, die einsam oder bedürftig seien. In der Umkehr liege die Möglichkeit, das eigene Leben und die Welt zu verändern.

Christus empfange den Menschen jederzeit mit offenen Armen, so der Bischof. Die Fastenzeit öffne daher erneut „die Türen zur Umkehr“ und lade ein, Vergebung zu gewähren und zu suchen. Abschließend wünschte Bischof Sergij den Gläubigen eine gesegnete und fruchtbare Fastenzeit.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije in Podgorica zelebriert hatte.


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