Das bulgarische Patriarchat ehrte seinen Schutzheiligen Alexander Newski

Der bulgarische Klerus versammelte sich zum Patronatsfest der Patriarchalkathedrale um Patriarch Daniil. Foto: Patriarchat

Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil leitete das feierliche Tempelfest in der Patriarchalkathedrale „St. Alexander Newski“ und richtete sich in mehreren Ansprachen an die orthodoxen Gläubigen. Er betonte die universelle Fürsprache des heiligen Alexander Newski: „Als Schutzpatron des Patriarchats und der Kathedrale sieht er niemanden an, ob Bulgare oder Ausländer, der hierher kommt, um zu beten.“ Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Patriarch Daniil warnte vor den Verwirrungen der heutigen Zeit und der Gefährdung traditioneller kirchlicher Werte. Er mahnte, dass materielle Güter die menschliche Seele belasten und erinnerte an das Gleichnis vom Reichtum: Wer nur auf Besitz aus sei, verfehle die geistlichen Werte.

In einem Brief erinnerte der Patriarch zudem an das Leben des Heiligen Alexander Newski und hob hervor, dass unter den Heiligen Nationalität keine Rolle spiele. Newski habe seine Seele von Vorurteilen gereinigt und bete für alle, die sich ihm im Glauben nähern, für das bulgarische Volk und alle Menschen, die Gott suchen.

Zusätzlich hob Patriarch Daniil die Rolle der Kirche als Orientierung in einer unruhigen Welt hervor. Er betonte, dass die Treue zu Gott und das Leben nach den Evangeliumsgrundsätzen Schutz und inneren Halt bieten, auch wenn gesellschaftliche und politische Umwälzungen Werte infrage stellen. Damit verband er die Feier des Tempelfestes mit einem Aufruf zur geistigen Standhaftigkeit und zur tätigen Nächstenliebe im Alltag.

Der Gottesdienst endete mit einem langen Gebet für den Patriarchen, die Heilige Synode und die Gläubigen. An dem Tempelfest nahm eine große Anzahl von Klerikern aus dem In- und Ausland teil.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniil dazu aufrief, im Gebet den Engeln nachzueifern.

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