Diakon Igor Willimowski wies den Weg zum ewigen Leben

Diakon Igor Willimowski erinnerte in Krefeld daran, dass Gottesliebe der Ausgangspunkt aller christlichen Lebensführung ist. Foto: Screenshot YouTube

Diakon Igor Willimowski erinnerte in Krefeld daran, dass Gottesliebe der Ausgangspunkt aller christlichen Lebensführung ist. Foto: Screenshot YouTube

Am 24. Sonntag nach Pfingsten (23. November 2025) predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld (ROK) darüber, wie Gläubige das ewige Leben erreichen können. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

In seiner Predigt über das Gleichnis vom barmherzigen Samaritaner (Lk 10, 25-37) erinnerte Diakon Igor Willimowski daran, dass Christus im Evangelium klar benenne, wie das ewige Leben zu erlangen sei: durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Die moderne Gesellschaft jedoch kehre diese Reihenfolge häufig um. Medien, Werbung und „Selbstoptimierungs-Experten“ stellten das eigene Wohlbefinden ins Zentrum und machten den Menschen zum Maß aller Dinge.

Der Diakon warnte vor einem trügerischen Verständnis von Glück, das auf schnellen Reizen und kurzfristiger Befriedigung beruhe. Anhand eines Experiments aus den 1950er-Jahren erläuterte er, wie künstliche Glücksreize – heute etwa durch Alkohol, Extremsport, Konsum oder vor allem Smartphones – in Abhängigkeiten führen könnten. Diese lenkten nicht nur vom realen Leben ab, sondern auch von der Beziehung zu Gott und den Menschen.

Wahres, dauerhaftes Glück entstehe laut dem Geistlichen allein durch stabile soziale Beziehungen, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit. Das Evangelium vom barmherzigen Samariter zeige, wie christliche Nächstenliebe praktisch gelebt werde, ohne sich selbst zu überfordern.

Im Zentrum stehe jedoch die Liebe zu Gott, betonte er. Ohne sie verliere auch die Nächstenliebe ihre Grundlage. „Wenn wir Gott nicht lieben, was haben wir dann im Himmel zu suchen?“, fragte der Diakon. Nur wer Gott an die erste Stelle setze, werde das ewige Leben erlangen.



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