Neonazi plante Anschlag auf Kinder in New York

Das Justizministerium in Washington D.C. Foto: Jüdische Allgemeine

Gestern, dem 21. November 2025 wurde bekannt gegeben, dass ein 22-jähriger Rechtsextremist aus Georgien in New York schwere Straftaten eingeräumt hat. Michail Chkhikvishvili, bekannt als „Commander Butcher“, gestand vor einem Bundesgericht in Brooklyn, andere zu Gewalttaten gegen Juden und Minderheiten angestiftet zu haben. Die Staatsanwaltschaft strebt eine Freiheitsstrafe von bis zu 18 Jahren an. Darüber berichtet Jüdische Allgemeine

Ermittler berichten, Chkhikvishvili habe Gewaltfantasien verbreitet und Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen und zum Einsatz von Ricin geteilt. Er soll die extremistische Gruppe „Maniac Murder Cult“ geleitet haben, deren Inhalte bereits reale Gewalttaten beeinflusst haben, darunter ein tödlicher Angriff auf eine Schule in Nashville.

Chkhikvishvili wurde im Sommer 2024 in Moldau festgenommen und in die USA ausgeliefert. Seit 2022 hielt er sich mehrfach in Brooklyn auf, wo er unter anderem einen älteren jüdischen Mann angegriffen haben soll und über Nachrichtenkanäle weitere Anschläge anregte. Gegenüber einem verdeckten FBI-Ermittler plante er, sich als Weihnachtsmann zu verkleiden, um Kindern vergiftete Süßigkeiten zu geben, mit einer späteren Ausweitung auf jüdische Schulen. Zudem schlug er vor, Obdachlose als Opfer auszuwählen, was die Ermittler als Ausdruck seiner radikalen Ideologie werten.

Durch das Schuldeingeständnis kann das Verfahren nun zügiger voranschreiten, während das Strafmaß zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt wird. Der Fall zeigt den jüdischen Gemeinden in New York erneut die anhaltende Gefahr durch rechtsextreme Gewalt.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass ein Katholischer Bischof aus Nigeria vor zunehmender Gewalt warnte.

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