Priester Dejan Ristić erinnerte an die Anfänge der Liturgie

Priester Dejan Ristić sprach in München über die Ursprünge der Liturgie – und die bleibende Gegenwart des Heiligen Geistes in ihr. Foto: Gemeinde

In der serbisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Johannes Vladimir wurde am Samstag (25. Oktober 2025) die Göttliche Liturgie der Apostolischen Konstitutionen gefeiert, der Archimandrit Kosmas von der Serbisch-Orthodoxen Diözese der Schweiz vorstand. Mit ihm konzelebrierten die Münchener Priester. Darüber berichtete die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite.

In seiner Predigt führte Priester Dejan Ristić die Gläubigen der Münchner Gemeinde in die Welt der frühen Kirche. Die Liturgie der Apostolischen Konstitutionen, so der Geistliche, sei ein einzigartiges Zeugnis des 4. Jahrhunderts und spiegle die spirituelle Tiefe und Einfachheit der ersten Christen wider. Entstanden vermutlich in Antiochia, zeige sie, wie die Kirche damals ihre Ordnung, ihren Glauben und die Eucharistie verstand – als lebendige Gemeinschaft und Ausdruck der göttlichen Gegenwart.

Priester Dejan Ristić hob hervor, dass diese frühe Liturgie bereits zentrale Elemente der späteren byzantinischen Formen enthalte: den Friedensgruß, die Schriftlesungen, die Anrufung des Heiligen Geistes. Sie verbinde die Schlichtheit der Urkirche mit der sich entwickelnden liturgischen Pracht und zeige, dass Liturgie nicht bloß Erinnerung, sondern Gegenwart des Heiligen Geistes sei.

Zum Abschluss rief der Priester dazu auf, die Welt „mit den Augen des Glaubens“ zu betrachten. Das Denken könne, so Ristić, „zur Liturgie des Geistes“ werden – und die Liturgie selbst zur Erkenntnis des Herzens, in der das Licht Christi alle Dunkelheit erhellt.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije eine neue Kirche am Geburtsort des Heiligen Sava weihte.

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