Österreich erlaubt Einfrieren von Eizellen ohne medizinischen Grund

Symbolabbildung eines Embryos im Reagenzglas. Foto: kath.net

Der österreichische Verfassungsgerichtshof hat das bisherige Verbot des Einfrierens von Eizellen ohne medizinischen Grund aufgehoben. Die Richter bewerteten die Regelung als unverhältnismäßig und erklärten, sie verletze das Grundrecht auf Privat- und Familienleben. Darüber berichtet kath.net.

Die Direktorin des Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE), Susanne Kummer, sieht in der Entscheidung eine problematische Entwicklung. Sie warnt, dass das Verfahren Frauen neue gesellschaftliche Zwänge auferlegen und zugleich falsche Hoffnungen auf spätere Mutterschaft wecken könne. Die tatsächlichen Erfolgsaussichten des „Social Egg Freezing“ seien gering, während gesundheitliche Risiken wie hormonelle Überstimulation und Komplikationen bei späteren Schwangerschaften bestehen blieben.

Kummer fordert eine breitere gesellschaftliche Debatte über Familienfreundlichkeit und Arbeitsbedingungen, anstatt technische Lösungen als Fortschritt zu idealisieren. Bis April 2027 muss die österreichische Regierung eine neue gesetzliche Regelung erarbeiten.

Die UOJ berichtete zuvor über das 40-jährige Jubiläum der Christdemokraten für das Leben.

Lesen Sie auch

Ex-EU-Kommissar fordert Estland auf, Eingriffe in Kirchenfragen zu stoppen

Der ehemalige EU-Kommissar erklärte, dass der Druck auf die Kirche die religiöse Entscheidung der Bürger in eine Frage staatlicher Loyalität verwandle.

Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem „Marsch für Jesus“ in Wien

Christen verschiedener Konfessionen setzten in der Innenstadt Zeichen für Glauben, Einheit und Frieden.

Ingolstädter Gemeinde beging das Fest der Geburt der Gottesmutter

Die ROKA-Gemeinde in Ingolstadt erinnerte an die Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin und veröffentlichte ein Troparion.

Metropolit Johannes feierte Patronatsfest der Alexander-Newski-Kathedrale

Die Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa beging in Paris den Gedenktag des Großfürsten Alexander Newski.

Diakon Igor Willimowski: Gott erwartet den Einsatz unserer Talente

In einer Predigt zum Gleichnis von den anvertrauten Talenten erinnerte der Geistliche an die Verantwortung, die mit den von Gott empfangenen Gaben verbunden ist.

Patriarch Daniel: Das Kreuz vereint den Menschen mit Christus

Der rumänisch-orthodoxe Primas betonte zum Sonntag nach Kreuzerhöhung, dass Christus menschliches Leid in Hoffnung und geistlichen Sieg verwandeln könne.