In Madagaskar wurde Bibelgesellschaft und Tausende Bibelexemplare verbrannt

Die zerstörten Räumlichkeiten der Bibelgesellschaft Madagaskars nach dem Angriff der Protestierenden. Foto: regards protestants

Am 30. September 2025 wurde in der madagassischen Hauptstadt Antananarivo während massiver Unruhen das Gebäude der Bibelgesellschaft des Landes geplündert und in Brand gesetzt. Darüber berichtet die Tribune chrétienne.

Nach Angaben der Zeitung zerstörten die Demonstranten die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Gebäudes, in denen sich ein Supermarkt befand, und stiegen dann in die Büros der Bibelgesellschaft hinauf und setzten sie in Brand. Das Feuer zerstörte das Lager mit den Ausgaben der Heiligen Schrift vollständig, und die geretteten Bücher wurden nach dem Löschen des Feuers durch Wasser beschädigt. Durch den Brand wurden etwa 2700 Exemplare der Bibel zerstört, der Gesamtschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Die Bibelgesellschaft von Madagaskar ist eine zwischenkonfessionelle Organisation, die der Weltvereinigung der Bibelgesellschaften angehört und keiner bestimmten Kirche untersteht.

Es sei darauf hingewiesen, dass Madagaskar seit September von Massenprotesten erschüttert wird, die durch die Wirtschaftskrise, Unterbrechungen der Wasser- und Stromversorgung und zunehmende Korruption ausgelöst wurden. Einige Demonstrationen eskalieren zu Unruhen, die von Plünderungen und Brandstiftungen begleitet werden.

Für die Christen Madagaskars war die Verbrennung eines Gebäudes, das dem Wort Gottes gewidmet war, ein schwerer Schlag. Die Gläubigen bezeichnen das Geschehene als Symbol für den moralischen und sozialen Niedergang des Landes. Vertreter der örtlichen Kirchen äußern die Hoffnung auf den Wiederaufbau der Einrichtung und betonen, dass „das Feuer zwar Bücher zerstören kann, aber nicht den Glauben“.

Zuvor hatte die UOJ darüber berichtet, dass in Afrika rund 22.000 Christen zum Opfer von Islamisten wurden.

Lesen Sie auch

Erzpriester Slobodan Tijanić: Mariä Entschlafung weist zum ewigen Leben

Der serbisch-orthodoxe Priester stellte die Gottesmutter als Vorbild für Glauben, Gottvertrauen und die Bereitschaft heraus, auch in Leid und Prüfungen dem Willen Gottes zu folgen.

RBB-Reportage: Besuch im russisch-orthodoxen Kloster St. Georg

Moderatorin Leslie Nachmann erlebte Liturgie, Gemeinschaft und gelebte Nächstenliebe im Kloster St. Georg in Götschendorf.

Orthodoxes Institut Saint-Serge bietet Fortbildung zu Kommunikation an

Online-Kurs verbindet theologische Grundlagen mit praktischen Fragen christlicher Kommunikation in digitalen und kulturell vielfältigen Lebenswelten.

Priester Konstantin Anikin: Gottesmutter als Hoffnung auf die Auferstehung

Der Priester der Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor betonte in seiner Predigt die Bedeutung der Gottesgebärerin als Fürsprecherin und Hoffnung der Christen.

Metropolit Antonius empfing hochrangige Vertreter des Heiligen Stuhls

Erzbischof Paul Richard Gallagher informierte sich über die Lage der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche und aktuelle internationale Entwicklungen.

Bischof Andrej feierte Patronatsfest zu Mariä Entschlafung in Zürich

Der serbisch-orthodoxe Hierarch hob in seiner Festpredigt die Gottesmutter als Vorbild für Demut, Gottvertrauen und die christliche Hoffnung auf das ewige Leben heraus.