Patriarch Porfirije: „Es gibt keine höhere Berufung als die eines Theologen“

Patriarch Porfirije rief die Studierenden dazu auf, füreinander zu beten und die Gemeinschaft ohne Konkurrenz zu pflegen. Foto: spc.rs

Am 1. September 2025 eröffnete der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije mit einer feierlichen Liturgie in der Kapelle des Theologischen Seminars des Heiligen Sava in Belgrad das neue Studienjahr. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der geistlichen Berufung und der gemeinsamen Verantwortung für die Ausbildung zukünftiger Theologen. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

In seiner Predigt betonte Patriarch Porfirije die Würde und Verantwortung der theologischen Berufung. Theologe zu sein, bedeute nicht nur Wissen zu erwerben, sondern Christus nachzufolgen und das Evangelium zu bezeugen. Insbesondere hob er hervor, dass der Dienst am Altar weit über einen Beruf hinausgehe: „Es ist eine Berufung, ein Dienst am Herrn – ein Leben im Geist, in Gemeinschaft, im Gebet.“

Er rief Professoren, Eltern und insbesondere die Studierenden dazu auf, sich gegenseitig zu unterstützen, nicht in Konkurrenz zu treten, sondern gemeinsam in der Gnade Gottes zu wachsen. Verständnis, Harmonie und Gebet füreinander seien das Fundament eines erfolgreichen Ausbildungsjahres.

Die Feier markierte nicht nur den Auftakt des neuen Schuljahres, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die geistliche Gemeinschaft und das gemeinsame Tragen des „Kreuzes der Zeit“, wie es der Patriarch formulierte.

Das Theologische Seminar bietet eine internatsähnliche, geistliche und schulische Ausbildung für angehende Priester, Diakone oder kirchliche Mitarbeiter.

Die UOJ berichtete zuvor, dass das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche mahnte, die Kirche dürfe sich nicht dem Zeitgeist anpassen.

Lesen Sie auch

Ex-Kulturstaatsministerin Grütters: „Nicht mehr Kirchen aufgeben als nötig“

CDU-Politikerin warb für sorgfältigen Umgang mit nicht mehr liturgisch genutzten Gotteshäusern und warnte vor rein wirtschaftlichen Entscheidungen

Patriarch Daniil warnte vor den zerstörerischen Folgen der Sünde

Bulgarisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt rief in seiner Predigt am fünften Sonntag nach Pfingsten zur Umkehr und zur Reinigung des Herzens auf

Nürnberger Gemeinde gedachte am Vidovdan der serbischen Kriegstoten

Wallfahrt nach Jindřichovice führte zum zweitgrößten serbischen Soldatenfriedhof außerhalb Serbiens

Patriarch Daniel: Christliche Familie ist Segen für Kirche und Gesellschaft

Botschaft an den Kongress der rumänisch-orthodoxen Bischöfe in Kanada hob die Bedeutung von Familie, Frauen und kirchlicher Begleitung hervor

Vidovdan-Akademie erinnerte in München an Fürst Lazar und den Kosovo-Bund

Serbisch-orthodoxe Gemeinde Heiliger Johannes Wladimir beging den Vidovdan mit Gottesdienst, Predigt sowie einem geistlich-kulturellen Programm zum Gedenken an den heiligen Großmärtyrer Fürst Lazar

Gemeinden feierten Patrozinium des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco

Metropolit Mark und Bischof Hiob leiteten die Festgottesdienste der ROKA in Augsburg und Heilbronn