In der Anglikanischen Gemeinschaft in Großbritannien wurde erstmals eine Erzbischöfin gewählt
Cherry Bann. Foto: churchtimes.
Am 30. Juli 2025 wurde Bischöfin von Monmouth Cherry Vann zur neuen Erzbischöfin von Wales gewählt und ist damit die erste Frau und offen lesbische Person, die eine anglikanische Diözese im Vereinigten Königreich leitet.
Die 66-jährige Erzbischöfin erklärte zu ihrer Wahl: „Ich empfinde tiefe Demut und bin mir bewusst, dass dies eine große Ehre ist. Dies ist nicht nur eine persönliche Errungenschaft, sondern auch ein Zeichen dafür, wie weit die Kirche vorangekommen ist, und eine Herausforderung für uns alle, nicht bei der Überwindung von Hürden stehen zu bleiben.“
Vann wurde am zweiten Tag der Sitzung in der Kirche und im Hotel St. Pierre in Chepstow gewählt, nachdem sie zwei Drittel der Stimmen der Mitglieder der Wahlkommission erhalten hatte. Sie wurde die 15. Erzbischöfin von Wales und löste Bischof Andrew John ab, der im Juli in den Ruhestand ging.
Der Rücktritt des vorherigen Erzbischofs erfolgte nach der Veröffentlichung von zwei Berichten, die eine Kultur des übermäßigen Alkoholkonsums, Einschüchterung und sexueller Belästigung im Bangor Cathedral aufzeigten.
Die neue Erzbischöfin versprach: „Das Erste, was ich tun muss, ist, dass ich die in den letzten sechs Monaten aufgeworfenen Fragen angemessen behandle und an Heilung und Versöhnung arbeite.“
Vann wurde 1989 zur Diakonin geweiht und war dann eine der ersten Frauen, die 1994 zur Priesterin der Church of England geweiht wurden. Sie war 11 Jahre lang Archidiakonin von Rochdale im Bistum Manchester, bevor sie 2020 zur Bischöfin von Monmouth geweiht wurde.
Laut seiner offiziellen Biografie lebt Vann mit seiner Lebensgefährtin Wendy und ihren beiden Hunden zusammen. Obwohl die Kirche in Wales gleichgeschlechtliche Ehen nicht erlaubt, erlaubt sie Geistlichen, in zivile Partnerschaften einzutreten.
Seit 2021 ist sie Schirmherrin des Open Table Networks, einer ökumenischen christlichen Gemeinschaft für LGBT-Menschen und ihre Partner.
Die UOJ schrieb zuvor, dass die Anglikanische Kirche beschlossen habe, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen.
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