USA: Christliches Mobilfunknetz filtert nach religiösen Maßstäben

07:00
16
Neues Mobilfunkangebot in den USA setzt auf umfassende Inhaltsfilterung. Foto: freepik.com Neues Mobilfunkangebot in den USA setzt auf umfassende Inhaltsfilterung. Foto: freepik.com

Radiant Mobile baut auf Jesus ausgerichtetes Mobilfunknetz mit Filtern auf

Ein neues Mobilfunkangebot in den Vereinigten Staaten sorgt für Aufmerksamkeit: Der Anbieter Radiant Mobile filtert Inhalte bereits auf Netzwerkebene und will damit insbesondere LGBT-Themen und Pornografie ausblenden. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net am 9. Mai 2026.

Das Mobilfunknetz des US-Unternehmens Radiant Mobile hat am 5. Mai seinen Betrieb aufgenommen. Das Angebot richtet sich gezielt an christliche Familien und verspricht eine „Jesus-zentrierte“ digitale Umgebung. Inhalte, die nach Auffassung der Betreiber nicht mit traditionellen christlichen Werten vereinbar sind, sollen automatisch blockiert werden. Grundlage dafür ist die Infrastruktur des US-Anbieters T-Mobile, über die Radiant Mobile seine Dienste technisch abwickelt.

Initiator des Projekts ist Paul Fisher, der nach eigenen Angaben ein „sauberes“ digitales Ökosystem schaffen will. Neben pornografischen Inhalten werden auch Webseiten zu LGBT- und Transgender-Themen gefiltert. Technisch umgesetzt wird dies durch Filterlösungen des israelischen Unternehmens Allot, das Internetinhalte in zahlreiche Kategorien einteilt und entsprechend sperrt.

Das Unternehmen verweist zudem auf weitere Schutzmechanismen: Auch Inhalte zu Drogen oder Selbstverletzung können blockiert werden. Ein standardmäßig aktivierter Filter für „Sexualität“ entfernt nach Angaben der Betreiber gezielt genderbezogene Inhalte. Als Beispiel wird angeführt, dass allgemeine Webseiten – etwa von Universitäten – zugänglich bleiben, während spezifische Unterseiten mit LGBT-Bezug gesperrt werden.

Mitbegründer Chris Klimis begründet das Projekt mit einer „Pornografie-Krise“ innerhalb christlicher Gemeinden. Interne Umfragen hätten gezeigt, dass viele Geistliche selbst entsprechende Erfahrungen gemacht hätten. Das Angebot kostet monatlich rund 30 US-Dollar. Perspektivisch plant das Unternehmen eine Expansion in weitere Länder sowie finanzielle Unterstützung für Kirchengemeinden, die den Dienst nutzen. 

Die UOJ berichtete zuvor, dass das serbische Patrirarchat und die serbische Regierung ein Memorandum zur Gründung der St.-Sava-Universität in Belgrad unterzeichnet haben.
 
 
 

Wenn Sie einen Fehler entdeckt haben, wählen Sie den Text aus und drücken Sie Strg + Eingabetaste oder Fehler ausbessern, um ihn der Redaktion zu melden
Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn mit der Maus und drücken Sie Strg+Enter oder diese Schaltfläche Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn mit der Maus und klicken Sie auf diese Schaltfläche Der ausgewählte Text ist zu lang!
Weiterlesen