Puerto Rico erkannte ungeborene Kinder gesetzlich als Menschen an
Mit einer Gesetzesänderung im Strafrecht soll der Schutz ungeborenen Lebens gestärkt und die Regelungen zu Gewalt gegen Schwangere rechtlich vereinheitlicht werden.
Die Gouverneurin von Puerto Rico, Jenniffer González Colón, hat ein Gesetz unterzeichnet, das ungeborene Kinder im Strafrecht ausdrücklich als menschliche Wesen anerkennt. Ziel der Neuregelung ist es, eine größere Übereinstimmung zwischen zivil- und strafrechtlichen Bestimmungen zu schaffen und den rechtlichen Schutz des ungeborenen Lebens klarer zu definieren. Darüber berichtete Catholic Vote.
Im Strafgesetzbuch wurde eine Änderung des Mordparagrafen vorgenommen. Die Neuregelung erweitert eine bestehende Vorschrift: Demnach gilt die vorsätzliche Tötung einer schwangeren Frau künftig als Mord ersten Grades, sofern auch das Ungeborene unabhängig von dessen Entwicklungsstand dabei getötet wird.
Die bisherige Gesetzeslage ging auf den Fall einer schwangeren Frau zurück, deren gewaltsamer Tod im Jahr 2021 landesweit für Bestürzung gesorgt hatte. Mit der jetzt verabschiedeten Neuregelung wird das Strafrecht an diesen erweiterten Schutzgedanken angepasst und das ungeborene Kind ausdrücklich als eigenständig schützenswert anerkannt.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass ein Gericht die Abschiebung eines koptischen Familienvaters in Münster stoppte.