Erzbischof Tichon von Rusa feierte die Göttliche Liturgie in München

Erzbischof Tichon von Rusa (M.) gratulierte Gemeindepfarrer Erzpriester Nikolai Zabelitch (r.) zum 65. Geburtstag und überreichte ihm ein Brustkreuz als Andenken. Foto: Diözese

Erzbischof Tichon von Rusa (M.) gratulierte Gemeindepfarrer Erzpriester Nikolai Zabelitch (r.) zum 65. Geburtstag und überreichte ihm ein Brustkreuz als Andenken. Foto: Diözese

Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, hat am 25. Oktober 2026 die Göttliche Liturgie in der Pfarrei Auferstehung Christi in München gefeiert. Mit ihm zelebrierten Gemeindepfarrer Erzpriester Nikolai Zabelitch, Priester Anatolij Schäfer (München) und Diakon Dimitrij Cheremnih aus Altötting. Die Gemeinde gedachte zudem des kürzlich verstorbenen Architekten Andrei Nikolajewitsch Obolenski, der den Bau der neuen Holzkirche in München bis zu seinen letzten Lebenstagen begleitet hatte, wie die Diözese berichtete.

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In seiner Predigt legte Priester Anatolij Schäfer das Sonntagsevangelium von der Auferweckung des Sohnes der Witwe von Nain aus. Die Begegnung Christi mit der trauernden Mutter zeige, dass der Herr das menschliche Leid sehe und den Menschen auch dann nahe sei, wenn diese selbst keine Worte für ihr Gebet fänden. Das Wunder verweise zugleich auf die Auferstehung Christi und die Hoffnung auf das ewige Leben. Der Geistliche rief die Gläubigen dazu auf, Trauer nicht in Verzweiflung münden zu lassen, sondern im Glauben zu leben, einander zu vergeben und Nächstenliebe durch konkrete Taten zu zeigen. Auch das Gebet für Verstorbene und die Vorbereitung auf die Begegnung mit Gott gehörten zum christlichen Leben.

Während des Gottesdienstes wurde in einem Requiem besonders des verstorbenen Architekten Andrei Nikolajewitsch Obolenski gedacht. Er hatte die Holzkirche in München entworfen und die Arbeiten bis kurz vor seinem Tod geleitet. Am Vortag hatte Erzbischof Tichon eine Arbeitssitzung zum Kirchenbau abgehalten, die Baustelle besichtigt sowie Fragen zur Gestaltung des Innenraums erörtert.

Zum Abschluss wandte sich Erzbischof Tichon mit einer geistlichen Ansprache an die Gemeinde. Anschließend gratulierte er Erzpriester Nikolai Zabelitch zu dessen 65. Geburtstag, würdigte seinen seelsorglichen Einsatz und überreichte ihm ein Brustkreuz als Andenken. Der Chor sang das traditionelle Glückwunschlied „Viele Jahre“.

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