Russisch-orthodoxe Diözese legt Voraussetzungen für Priesterweihe fest

Die Diözese Berlin und Deutschland der Russisch-Orthodoxen Kirche hat Voraussetzungen für die Diakonen- und Priesterweihe veröffentlicht. Das Bild zeigt Diakon Andrej Guwa im Dezember 2025 bei der Priesterweihe. Archivfoto: Diözese
Die Diözese Berlin und Deutschland der Russisch-Orthodoxen Kirche hat die Grundvoraussetzungen für die Diakonen- und Priesterweihe festgelegt. Der Diözesanrat billigte die entsprechenden Richtlinien am 1. Oktober bei einer Sitzung in der Kirche der Heiligen Lebenspendenden Dreifaltigkeit in Dortmund. Am 21. Oktober wurden sie auf der offiziellen Website der Diözese veröffentlicht.
Zu den Voraussetzungen gehören die Zugehörigkeit zur Orthodoxen Kirche, ein gefestigter Glaube, ein einwandfreier Charakter sowie geistige und körperliche Gesundheit. Darüber hinaus gelten kirchenrechtliche Bestimmungen zu möglichen Weihehindernissen, zum Familienstand und zur Ehe des Kandidaten. Als reguläres Mindestalter nennt die Diözese 25 Jahre für Diakone und 30 Jahre für Priester; in besonderen Fällen kann eine Weihe nach Ermessen des zuständigen Bischofs bereits ab 18 Jahren erfolgen.
Auch die theologische und liturgische Ausbildung spielt eine zentrale Rolle. Die Kandidaten sollen eine entsprechende höhere theologische Ausbildung nachweisen, Kirchenslawisch sicher lesen können und mit der Liturgieordnung sowie den liturgischen Büchern vertraut sein. Das Zulassungsverfahren umfasst einen schriftlichen Antrag, die Beichte beim zuständigen Diözesanbeichtvater, eine mündliche Prüfung und ein Gespräch mit Mitgliedern des Diözesanrats. Dabei werden unter anderem die persönliche Eignung, das Fachwissen und die Motivation für den pastoralen Dienst beurteilt. Die endgültige Entscheidung über die Priesterweihe trifft der Diözesanadministrator Erzbischof Tichon von Rusa.
Für die Vorbereitung auf die Weihe nennt die Diözese zudem konkrete Kenntnisse liturgischer Gebete und Abläufe sowie Werke der Kirchenväter und orthodoxen Pastoraltheologie, die von den Kandidaten gelesen werden sollen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Jordanien Bewaffnete sieben Menschen in einer orthodoxen Kirche getötet hatten.
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