Serbisch-orthodoxe Gemeinde in München feierte Patronatsfest

Die serbisch-orthodoxe Gemeinde in München feierte das Patronatsfest ihrer Kapelle mit einer Göttlichen Liturgie, einer Prozession und einem gemeinsamen Festmahl. Foto: Gemeinde

Die serbisch-orthodoxe Gemeinde in München feierte das Patronatsfest ihrer Kapelle mit einer Göttlichen Liturgie, einer Prozession und einem gemeinsamen Festmahl. Foto: Gemeinde

Die serbisch-orthodoxe Gemeinde in München feierte am Sonntag, den 11. Oktober 2026, das Patronatsfest ihrer Kapelle zum Schutz der Allerheiligsten Gottesgebärerin. Am 19. Sonntag nach Pfingsten stand Priester Dejan Ristić der Göttlichen Liturgie vor. Mit ihm zelebrierten Erzpriester Filip Milunović, Priester Dragiša Jerkić und Protodiakon Mladomir Milunović. Im Anschluss an die Eucharistiefeier und die Segnung der Festgaben waren die Gläubigen zu einem gemeinsamen Festmahl eingeladen, das mehrere Festpaten mit ihren Familien vorbereitet hatten. Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.

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In seiner Predigt erläuterte Priester Dejan Ristić die christliche Berufung zur Nächsten- und Feindesliebe. Während Menschen dazu neigten, auf Verletzungen, Ungerechtigkeit und Zurückweisung mit Gegenwehr zu reagieren, fordere Christus dazu auf, anderen so zu begegnen, wie man selbst behandelt werden möchte, und auch denen Gutes zu tun, die einem Böses zufügen. Die christliche Liebe dürfe nicht davon abhängen, ob sie erwidert werde. Ihr Maßstab sei nicht das Verhalten des Mitmenschen, sondern Gottes Barmherzigkeit, die sich allen Menschen zuwende – auch den Undankbaren und Bösen.

Der Priester betonte, dass jeder Mensch trotz seiner Sünden die Gottesebenbildlichkeit und die von Gott verliehene Würde bewahre. Feindesliebe bedeute deshalb, sich nicht vom Hass bestimmen zu lassen und dem anderen nicht die Macht über das eigene Herz zu überlassen. Die Freiheit, zu lieben und Gutes zu tun, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, erwachse aus dem Bewusstsein, selbst von Gott geliebt zu sein.

Die Teilnahme an der Göttlichen Liturgie und der Empfang der Heiligen Gaben stärkten die Gläubigen darin, diese Liebe im Alltag zu leben, so der Geistliche. Er ermutigte sie, auch in schwierigen Beziehungen den ersten Schritt zu Vergebung und Versöhnung zu wagen. Wer an den eigenen Grenzen scheitere, könne seine Schwäche vor Gott bringen und um Gottes Gnade bitten. So werde die Aufforderung Christi „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ zu einem konkreten Weg des christlichen Lebens.

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