Metropolit Augoustinos zeichnete Markus Söder mit dem Goldenen Kreuz aus

Metropolit Augoustinos von Deutschland überreichte dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in München das Goldene Kreuz Erster Klasse der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland. Fotos: Bayrische Landesregierung

Metropolit Augoustinos von Deutschland überreichte dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in München das Goldene Kreuz Erster Klasse der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland. Fotos: Bayrische Landesregierung

Der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos von Deutschland und Exarch von Zentraleuropa hat dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) am 8. Oktober 2026 in München das Goldene Kreuz Erster Klasse der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland verliehen. Mit der höchsten Auszeichnung der Metropolie würdigte er den Einsatz Söders für die orthodoxen Christen in Bayern und deren gesellschaftliche Anerkennung, wie das Online-Portal Doryforos berichtete.

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Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Situation der orthodoxen Christen in Deutschland sowie der ökumenische Dialog.

In seiner Ansprache verwies Metropolit Augoustinos auf die drei Vornamen des Ministerpräsidenten – Markus, Thomas und Theodor – und verband sie mit zentralen christlichen Themen. Der Name Markus erinnere an das Leiden und die Auferstehung Jesu Christi, Thomas stehe für den Glauben an den auferstandenen Herrn und Theodor bedeute „Gottesgeschenk“. Daraus leitete der Metropolit auch eine Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung ab, die der Ökumenische Patriarch Bartholomaios als „eucharistische Lebensweise“ bezeichnet.

Die Auszeichnung sei Ausdruck des Dankes der orthodoxen Christen in Bayern für Söders langjähriges Engagement, betonte Metropolit Augoustinos. Die orthodoxe Bevölkerung im Freistaat wachse stetig: Während der jüngste Mikrozensus rund 116.000 orthodoxe Einwohner erfasst habe, gehe die Koordinationsstelle für den orthodoxen Religionsunterricht von mehr als 90.000 orthodoxen Schülern aus. In Bayern gebe es zudem 110 orthodoxe Gemeinden verschiedener Gottesdienstsprachen. Auch die Orthodoxe Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München habe eine zunehmende Bedeutung für Bayern und ganz Deutschland.

Metropolit Augoustinos unterstrich, dass die Verleihung des Kreuzes keine Heiligsprechung sei, sondern die Anerkennung eines politischen Engagements für eine religiöse Gemeinschaft, die trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe zum gesellschaftlichen Leben Bayerns gehöre. Mit dem Kreuz seien zugleich Auftrag und Verantwortung verbunden: Söder solle als Markus Zeuge der Passion und Auferstehung Christi sein, als Thomas aus dem Glauben handeln und als Theodor seine Regierungszeit zu einem „Gottesgeschenk“ für das Land machen.

Ministerpräsident Söder bezeichnete die Ehrung auf seinem Instagram-Account als große Ehre und Zeichen der Verbundenheit zwischen Bayern, Griechenland und der griechisch-orthodoxen Gemeinde. Er betonte die Verantwortung für Glauben, Mitmenschlichkeit und Menschenwürde sowie den Einsatz gegen Rassismus und Antisemitismus. Menschen mit ausländischen Wurzeln, die integriert in Bayern lebten und arbeiteten, gehörten zum Freistaat. Zugleich verwies er auf die Zusammenarbeit mit der griechischen Gemeinde, unter anderem bei der Wasserstoffforschung sowie bei einem gemeinsamen Studien- und Austauschprogramm im Fach Chemie.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die deutsche Diözese der ROKA die Lebensläufe aller ihrer Bischöfe veröffentlichte.

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