Köln: Antiochenisch-orthodoxe Kathedrale empfing Gäste anderer Konfessionen

Teilnehmer des Begegnungstags in der St.-Dimitrios-Kathedrale in Köln. Foto: UOJ

Teilnehmer des Begegnungstags in der St.-Dimitrios-Kathedrale in Köln. Foto: UOJ

Am 4. Oktober 2026 fand in der St.-Dimitrios-Kathedrale der Antiochenisch-Orthodoxen Kirche in Köln-Seeberg ein Treffen mit Vertretern katholischer und evangelischer Gemeinden der Stadt statt. Darüber berichtet ein Korrespondent der UOJ, der vor Ort war.

Am Morgen wurde in der Kathedrale die Göttliche Liturgie gefeiert, die Erzpriester Abdallah Aljamal leitete. Der Gottesdienst wurde auf Arabisch und Deutsch gehalten. In seiner Predigt sprach der Geistliche über die Nächstenliebe als Maßstab des christlichen Lebens.

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Die Gläubigen der beiden antiochenisch-orthodoxen Gemeinden St. Georgios und St. Dimitrios kamen mit Metropolit Isaak zu Gebet, Vortrag und Austausch zusammen.

Nach der Liturgie kamen Gäste aus katholischen und evangelischen Gemeinden des Kölner Nordens in die Kathedrale. An der Begegnung nahmen orthodoxe Geistliche, Mitglieder der St.-Dimitrios-Gemeinde und Gläubige aus anderen orthodoxen Gemeinden teil. Zu den Gästen gehörten der katholische Pfarrer Temur Johannes Bagherzadeh, der evangelische Pfarrer Till-Karsten Hesse und der katholische Diakon Andreas Garstka.

Den Teilnehmern wurden das Gemeindeleben und die orthodoxe Tradition vorgestellt. Besonderes Augenmerk galt der Geschichte des Gotteshauses: In den 1990er-Jahren übergab das Erzbistum Köln das Gebäude an die antiochenisch-orthodoxe Gemeinde. In den folgenden Jahren wurde es zu einer orthodoxen Kathedrale umgestaltet. Vertreter der katholischen Seite unterstützten die Gemeinde auch bei der Einrichtung der Kirche.

Im Gespräch mit dem UOJ-Korrespondenten würdigten die Gäste die Gastfreundschaft der Gemeinde, die Beteiligung junger Menschen am Gemeindeleben und die Pflege der liturgischen Tradition. Pfarrer Bagherzadeh betonte die Bedeutung solcher Begegnungen für das gegenseitige Kennenlernen und die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden. Diakon Garstka berichtete von der Idee, einen Besuch in der orthodoxen Kirche für Kinder und ihre Familien zu organisieren.

Zum Abschluss fand im benachbarten Gemeindesaal ein gemeinsames Essen statt. Die Teilnehmer setzten ihre Gespräche fort und sprachen über die Möglichkeit weiterer Begegnungen.

Die UOJ berichtete zuvor über Begegnung und Gemeinschaft im erneuerten serbisch-orthodoxen Kloster Himmelsthür.

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