Heiliger Apostel Titus: Photisis TV stellt ersten Bischof von Kreta vor
Der Reliquienschrein mit dem ehrwürdigen Haupt des heiligen Apostels Titus und der dazugehörigen Urkunde (rechts) in der Kirche des heiligen Titus in Heraklion auf Kreta. Foto: Screenshot YouTube
Ein neues Video von Photisis TV widmet sich dem heiligen Apostel Titus, der nach orthodoxer Überlieferung zu den Siebzig Aposteln gehörte und als erster Bischof von Kreta gilt. Das Video zeichnet seinen Lebensweg von seiner Suche nach der Wahrheit und seiner Hinwendung zum christlichen Glauben über seine enge Verbindung mit dem Apostel Paulus bis zu seinem Wirken als Bischof auf Kreta nach. Photisis TV veröffentlichte das Video am 12. September 2026 auf seinem YouTube-Kanal.
Titus stammte der kirchlichen Überlieferung zufolge aus einer angesehenen heidnischen Familie auf Kreta. In jungen Jahren beschäftigte er sich mit den Schriften der Propheten und suchte nach der Wahrheit. Der Überlieferung zufolge kam er nach Jerusalem, begegnete dort Jesus Christus und erlebte dessen Leiden, Auferstehung und Himmelfahrt sowie das Pfingstereignis.
Entscheidend für seinen weiteren Lebensweg wurde seine Begegnung mit dem Apostel Paulus. Titus wurde dessen Schüler und enger Mitarbeiter. Im Galaterbrief berichtet Paulus, dass er Titus nach Jerusalem mitnahm. Auch im zweiten Korintherbrief wird Titus als Gefährte und Mitarbeiter des Apostels bezeichnet. Besonders bei der Vermittlung zwischen Paulus und der christlichen Gemeinde in Korinth spielte Titus eine wichtige Rolle. Im Brief an Titus bezeichnet Paulus ihn als seinen „echten Sohn nach dem gemeinsamen Glauben“.
Später ließ Paulus Titus auf Kreta zurück, damit er die dortigen Gemeinden ordnete und in den Städten Älteste einsetzte. Nach orthodoxer Überlieferung wurde Titus zum ersten Bischof der Insel geweiht und nahm seinen Bischofssitz in Gortyn, der damaligen Hauptstadt Kretas. Von dort aus verkündete er das Evangelium und organisierte die frühen christlichen Gemeinden der Insel. Nach dem Tod des Apostels Paulus setzte Titus seinen Dienst auf Kreta fort. Der Überlieferung zufolge starb er im hohen Alter eines friedlichen Todes und wurde in Gortyn bestattet.
Ein weiterer Schwerpunkt des Videos ist die Geschichte des ehrwürdigen Hauptes des Apostels. Dieses wurde später von Gortyn nach Heraklion übertragen. Während der osmanischen Eroberung Kretas gelangte es 1670 nach Venedig, wo es in der Basilika des heiligen Evangelisten Markus aufbewahrt wurde. Im Mai 1966 kehrte das Haupt auf Bitten der Kirche von Kreta feierlich nach Heraklion zurück. Heute wird es in der dortigen Kirche des heiligen Titus verehrt.
Im Video ist neben dem Reliquiar auch eine Urkunde in griechischer und lateinischer Sprache zu sehen, die die Überlieferung zur Echtheit des Hauptes des Heiligen und dessen Weg von Kreta nach Venedig und zurück dokumentiert. Die gezeigten Originalaufnahmen des ehrwürdigen Hauptes und der Urkunde wurden von JesusLiebtEuch33, dem Gründer von Photisis TV und des Discord-Servers „Apostolische Kirche“, persönlich auf Kreta für Photisis TV aufgenommen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass eine neue Ausgabe der orthodoxen Schriftenreihe „Der Schmale Pfad“ erschienen ist.
Lesen Sie auch
Heiliger Apostel Titus: Photisis TV stellt ersten Bischof von Kreta vor
Neues Video zeichnet den Lebensweg des Paulus-Schülers nach und zeigt Aufnahmen des ehrwürdigen Hauptes des Apostels in Heraklion.
Patriarch Porfirije: Gottesliebe zeigt sich in der Liebe zum Nächsten
Zum 90. Jahrestag der ersten Liturgie in der Kirche der Heiligen Kyrill und Method in Ljubljana rief der Patriarch zu Vergebung, Versöhnung und Nächstenliebe auf.
Diakon Igor Willimowski predigte über die Liebe zu Gott und zum Nächsten
Der Geistliche warnte davor, sich in Einzelstreitigkeiten zu verlieren, und stellte die beiden zentralen Gebote des Evangeliums in den Mittelpunkt.
Russische und serbische orthodoxe Jugend traf sich zur Liturgie in Köln
Die Jugendlichen feierten eine deutschsprachige Liturgie und gedachten gemeinsam des heiligen Heribert, der im ersten Jahrtausend Erzbischof von Köln war.
Ungarn hob Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare auf
Ministerpräsident Péter Magyar erklärte, dass Fachleute über die Adoption von Kindern durch LGBT-Paare entscheiden werden.
Metropolit Serafim feierte den zehnten Geburtstag der Kirchengemeinde Wuppertal
Der Geistliche betont die Bedeutung von Gebet, christlicher Nächstenliebe und Glaubensvermittlung an Kinder und Jugendliche.