Patronatsfest im nordmazedonischen Bigorski-Kloster mit drei Mönchsweihen

Mönchsweihe im Bigorski-Kloster: Theodosius, Chariton und Nikephoros wurden während der nächtlichen Vigil zum Fest der Enthauptung Johannes des Täufers zu Mönchen geweiht. Fotos: Kloster

Das Bigorski-Kloster in Nordmazedonien beging sein Patronatsfest am Freitag, dem 11. September 2026, mit einer großen Gebetsversammlung. Bereits während der nächtlichen festlichen Vigil wurden die drei Brüder Theodosius, Chariton und Nikephoros zu Mönchen der Mazedonischen Orthodoxen Kirche – Erzbistum Ohrid geweiht. Sie trugen zuvor die Namen Stefan, Wladimir und Jovan. Nach ihrer langen Zeit in der klösterlichen Bruderschaft und geistlichen Erziehung wagten sie damit den Schritt zur vollständigen Hingabe an das klösterliche Leben. Darüber berichtete das kirchliche Nachrichtenportal religija.mk.

An der festlichen Liturgie nahmen zahlreiche Gläubige und Pilger teil. Metropolit Georgij sprach in seiner Predigt über die Bedeutung des Festes und über Johannes den Täufer. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf die klösterliche Askese und den Weg der drei neuen Mönche.

Mönchtum, so Metropolit Georgij, bedeute nicht lediglich den Verzicht auf bestimmte Dinge, sondern vor allem die vollständige Hingabe des eigenen Lebens an Christus. Die klösterliche Berufung sei ein Ruf zu Hingabe, Gehorsam und geistlichem Kampf mit dem Ziel, das eigene Leben am Evangelium auszurichten.

Den neuen Mönchen Theodosius, Chariton und Nikephoros gratulierte der Metropolit zu ihrer Entscheidung und ihrem Eintritt in das Klosterleben. Zugleich verwies er auf die geistliche Verantwortung, die mit ihrer Berufung verbunden sei, und auf die Bedeutung ihrer Entscheidung, ihr Leben Gott zu weihen.

Ein weiteres besonderes Ereignis für die Bruderschaft war die erste festliche Liturgie, an der die drei neu tonsurierten Mönche in ihren neuen Mönchsgewändern teilnahmen und dienten. Damit gewann das Kloster drei weitere Mitglieder für seine monastische Gemeinschaft.

Dem heiligen Johannes dem Täufer, dessen Bild seit Jahrhunderten im Heiligtum des Bigorski-Klosters verehrt wird, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Er gilt als Beispiel für das Zeugnis der Wahrheit und die vollkommene Hingabe an Gottes Willen – ein Vorbild, das nach der Botschaft des Metropoliten in besonderer Weise dem Weg der drei neuen Mönche entspricht.

Das 1000-jährige Männerkloster Bigorski, auch Kloster des heiligen Johannes des Täufers, gehört zu den bedeutendsten orthodoxen Klöstern Nordmazedoniens. Es liegt im Westen des Landes im Mavrovo-Gebiet und ist eines der wichtigsten geistlichen und Wallfahrtszentren der Mazedonischen Orthodoxen Kirche – Erzbistum Ohrid. Seine Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück; besondere Bedeutung besitzt das Kloster unter anderem wegen seiner berühmten geschnitzten Ikonostase und der Verehrung der Ikone des heiligen Johannes des Täufers. Von Abt Parthenij wird auch das am nahen Debar-See gelegene Frauenkloster des Heiligen Georg verwaltet.

Die UOJ berichtete zuvor, dass eine neue Ausgabe der orthodoxen Schriftenreihe „Der Schmale Pfad“ erschienen ist.

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Zum Fest der Enthauptung Johannes des Täufers zelebrierten Metropolit Georgij von Debar und Kičevo und Bischof Parthenij von Antani, Abt des Klosters.

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