Serbischer Patriarch kondoliert nach Mord an Mönch in Swjatogorsk
Patriarch Porfirije. Foto: Pressedienst der Serbischen Kirche
Der serbische Patriarch Porfirije sandte Seiner Seligkeit Metropolit Onufrij ein Kondolenzschreiben anlässlich der Ermordung des Mönchs Warsonofij (Turjanski) in der Swjatogorsker Lawra. Der Wortlaut des Schreibens wurde auf der serbischen Website der UOJ veröffentlicht.
„Mit Schmerz haben wir die Nachricht von der Ermordung des Mönchs Warsonofij in der Swjatogorsker Mariä-Entschlafens-Lawra und von der schweren Verwundung zweier seiner Mitbrüder aufgenommen. Wir beten für die Ruhe des Getöteten und für die Genesung der Verwundeten“, heißt es in dem Schreiben.
Im Namen der gesamten Serbischen Orthodoxen Kirche und persönlich sprach das Kirchenoberhaupt Metropolit Onufrij, dem Vorsteher der Lawra, Metropolit Arsenij, und der gesamten Bruderschaft des Klosters sein Beileid aus. Dabei führte er die Worte des Psalms an: „Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod Seiner Frommen“ (Ps 115,6).
Patriarch Porfirije betonte, dass das Swjatogorsker Kloster nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Zufluchtsort für Menschen sei, die ihr Zuhause verloren hätten. „Gewalt innerhalb eines Hauses, das Menschen Schutz gewährte, verletzt tiefer als zerstörte Mauern“, erklärte er.
„Unabhängig davon, zu welchen Ergebnissen die Ermittlungen gelangen, lässt sich bereits jetzt eines sagen: Kein Mensch darf in eine Lage gebracht werden, in der das Bekenntnis seines Glaubens zur Bedingung für sein Überleben wird“, erklärte der serbische Patriarch.
Er rief außerdem dazu auf, den Tod des Klosterbewohners nicht zum Werkzeug irgendjemandes werden zu lassen: „Eure Seligkeit, wir beten darum, dass dieser gewaltsame Tod nicht zum Werkzeug irgendjemandes wird. Wir bitten den Herrn, den Sieger über den Tod, den getöteten Mönch in das Reich Seiner unvergänglichen Liebe aufzunehmen und den Verwundeten sowie allen Opfern dieses Krieges Trost zu schenken.“
Das Schreiben ist auf den 31. August 2026 datiert und wurde in Belgrad unterzeichnet.
Zur Erinnerung: Am 23. August 2026 gegen 11 Uhr griff eine Gruppe unbekannter Personen in Militäruniformen im oberen Teil der Swjatogorsker Lawra nahe der Nikolauskirche die Bewohner des Klosters an. Der Mönch Warsonofij (Turjanski) starb an einem Durchschuss von Kopf und Hals. Der Mönch Grigorij erlitt vier Messerstiche, darunter eine Stichverletzung der Lunge. Der Novize Andrej Kirijenko wurde mit einer durchstochenen Lunge in eine Schlucht geworfen. Wie die UOJ berichtete, schwiegen die ukrainischen Behörden und die landesweiten Medien faktisch zu der Tragödie. Die verfahrensrechtliche Leitung der vorgerichtlichen Ermittlungen liegt bei der Spezialisierten Staatsanwaltschaft für den Verteidigungsbereich.
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