Abt Johannes: „Das Kreuz steht noch, wenn alles zerbricht“

Abt Johannes vom Dreifaltigkeitskloster Buchhagen. Archivfoto: Screenshot YouTube

Abt Johannes vom Dreifaltigkeitskloster Buchhagen. Archivfoto: Screenshot YouTube

Abt Johannes aus dem Kloster Buchhagen im Weserbergland hat in einer Predigt zum anstehenden Fest der Kreuzerhöhung am 14. September (greg.) dazu aufgerufen, das Kreuz Christi als Maßstab des christlichen Lebens anzunehmen. Das Fest sei „wie ein zweiter Karfreitag“ und zugleich ein Fastentag. Das Dreifaltigkeitskloster Buchhagen ist das einzige Kloster der Bulgarisch-Orthodoxen Metropolie von West- und Mitteleuropa in Deutschland. Das Kloster veröffentlichte die Predigt am 12. September 2026 auf seinem YouTube-Kanal.

Abt Johannes betonte in seiner Predigt, wahre Heiligkeit gehe über ein lediglich „normales“ Leben hinaus. Christen müssten bereit sein, in einer materialistisch geprägten Welt als „verrückt“ zu gelten. Das Kreuz stehe für die Selbsterniedrigung Christi und sein Opfer zur Erlösung der Welt, zugleich aber auch für den Sieg über Tod, Teufel und Hölle.

Die Ablehnung Christi durch die religiösen Führer seiner Zeit deutete der Abt als Warnung vor der menschlichen Neigung, die Wahrheit Gottes abzuwehren, wenn sie eigenen Vorstellungen widerspricht. Deshalb brauche es „geistige Unterscheidung“, um zwischen geistigen und fleischlichen Kräften im Menschen zu unterscheiden.

Die Kreuzerhöhung erinnere zudem daran, auch die eigenen „Kreuze“ – Schwierigkeiten, Selbstüberwindung, Kränkungen und Sorgen – aus der Hand Gottes anzunehmen. Zugleich sei das Kreuz Zeichen des Sieges und der Verbindung von Himmel und Erde sowie der Menschen untereinander. „Das Kreuz steht noch, wenn alles zerbricht“, sagte Abt Johannes.

Die UOJ berichtete zuvor, dass eine neue Ausgabe der orthodoxen Schriftenreihe „Der Schmale Pfad“ erschienen ist.

Patriarch Theophilos: „Wir sind vom Krieg erschöpft“

Ausbleibende Pilger und wirtschaftliche Not drängen christliche Familien zur Auswanderung. Der Patriarch fordert Hilfe zum Verbleib im Heiligen Land.

Äthiopiens Synod fordert nach Tötung von 60 Christen Schutz

Nach Angaben der Kirche wurden bei zwei Angriffen in Arsi auch 20 Häuser niedergebrannt. Mehr als 20 Verletzte sind in kritischem Zustand.

In Göteborg wurde eine neue Kapelle des Erzbistums Ohrid geweiht

Metropolit Pimen weihte die Kapelle zum Schutz der Gottesmutter und würdigte zwei Stifter für ihren Beitrag zum Bau.

Serbisch-orthodoxe Gemeinde in München lud zu einem Literaturseminar ein

Unter dem Motto „Literatur – das Leben, eingefangen in Worten“ lädt die serbisch-orthodoxe Gemeinde zu einem Workshop mit Professorin Vera Bermel ein.

Jordanien greift nach Kirchenanschlag Ziele in Syrien an – BBC

Amman spricht von getöteten Terroristen. Syrische Behörden melden zivile Opfer und bestreiten eine vorherige Abstimmung des Angriffs.

Litauen: Seimas-Juristen halten Enteignungspläne für verfassungswidrig

Die Rechtsabteilung des Parlaments sieht in den Plänen zur Übertragung orthodoxer Gotteshäuser und zur Änderung des kirchlichen Status Verstöße gegen die Verfassung.