Baubeginn für rumänisch-orthodoxes Gemeindezentrum bei Paris

Auf diesem Grundstück in Ivry-sur-Seine südlich von Paris entsteht das neue rumänisch-orthodoxe Kultur- und Gottesdienstzentrum. Foto: Pfarrer Răzvan Ionescu
Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde der heiligen Parascheva von Iași und der heiligen Genoveva von Paris hat mit dem Bau eines eigenen Kultur- und Gottesdienstzentrums in Ivry-sur-Seine südlich von Paris begonnen. Das Projekt soll künftig Gläubigen aus mehreren südlichen Stadtteilen von Paris offenstehen, wie das rumänische Patriarchat am 5. September berichtete.
Das 260 Quadratmeter große Grundstück nahe der Metrostation Mairie d’Ivry an der Linie 7 hatte die Gemeinde bereits 2023 erworben. Die Baugenehmigung wurde 2025 erteilt. Im September 2026 haben nun die Bauarbeiten begonnen.
Zunächst wird das bestehende Fundament vertieft, um im Untergeschoss einen Mehrzwecksaal einzurichten. Geplant ist ein Gebäude mit Keller, einer Halle und einem Erdgeschoss mit einem byzantinischen Andachtsraum. Im Obergeschoss sollen Unterrichtsräume für die Pfarrschule entstehen.
Nach Angaben von Pfarrer Răzvan Ionescu wird damit die erste orthodoxe Kirche in der Geschichte von Ivry-sur-Seine gebaut. Der Standort liegt rund fünf Kilometer vom Zentrum von Paris entfernt und soll insbesondere für rumänische und moldauische Gläubige aus Ivry-sur-Seine, Vitry-sur-Seine und dem 13. Arrondissement gut erreichbar sein.
Die Gemeinde konnte bislang keine Projektfinanzierung sichern und hat deshalb einen Bankkredit aufgenommen. Pfarrer Ionescu rief die Gläubigen zur Unterstützung des Bauvorhabens auf und betonte, dass auch kleine Spenden für die Finanzierung von Bedeutung seien.
Pfarrer Răzvan Ionescu ist zudem Vizedekan des orthodoxen Studien- und Forschungszentrums „Dumitru Stăniloae“ in Paris, das zur rumänisch-orthodoxen Metropolie von West- und Südeuropa gehört.
Die UOJ berichtete zuvor, dass sich orthodoxe Christen am „Marsch für das Leben“ in London beteiligten.
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