ROKA-Jugendwallfahrt führte in Serbien zu den Wurzeln der Auslandskirche

Jugendliche der Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland während ihrer Wallfahrt zu den Klöstern und Heiligtümern Serbiens. Foto: Diözese
30 junge orthodoxe Pilger der Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) haben vom 22. bis 31. August eine Wallfahrt nach Serbien unternommen. Im Mittelpunkt standen die Klöster der Fruška Gora, die als „serbischer Athos“ gilt, sowie Orte, die mit bedeutenden serbischen Heiligen und der Geschichte der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland verbunden sind, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.
Die diözesane Jugendwallfahrt begann in Belgrad und führte die Pilger zunächst in die Fruška Gora im Norden Serbiens. Die Region ist wegen ihrer zahlreichen historischen orthodoxen Klöster als „Berg Athos Serbiens“ bekannt. Die Reise wurde von der Diözese Großbritannien und Westeuropa der ROKA unter der Leitung von Hieromonach Theodor organisiert und stand unter dem Segen von Bischof Irenei von London und Westeuropa.
Nach einem Moleben in der neu errichteten Kirche der Heiligen Maria Magdalena in Banstol besuchte die Gruppe mehrere bedeutende Klöster der Fruška Gora. Zu den Stationen gehörten Velika Remeta und Krušedol sowie Grgeteg, Staro Hopovo und Novo Hopovo, Jazak und Petkovica. In mehreren Klöstern nahmen die Pilger an Göttlichen Liturgien teil und gestalteten die Gottesdienste mit einem eigens entstandenen Pilgerchor.
Ein besonderer Schwerpunkt der Reise lag auf den geistlichen Verbindungen zwischen Serbien und der ROKA. Die Pilger besuchten unter anderem Sremski Karlovci, wo die Heilige Synode der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland vor mehr als einem Jahrhundert ihre erste Sitzung im Exil abhielt. Damit führte die Wallfahrt auch an einen der historischen Ursprungsorte der ROKA.
Nach dem Aufenthalt in der Fruška Gora reiste die Gruppe zum Kloster Lelić und in das nahe gelegene Kloster Ćelije. Dort beteten die jungen Pilger vor den Reliquien zweier bedeutender Heiliger der serbisch-orthodoxen Kirche des 20. Jahrhunderts: des Heiligen Nikolaus Velimirović in Lelić und des Heiligen Justin Popović in Ćelije.
Den Abschluss der Wallfahrt bildete der Aufenthalt in Belgrad. Die Pilger nahmen an der Göttlichen Liturgie in der Alexander-Newski-Kirche teil und besuchten weitere kirchliche Stätten der Hauptstadt, darunter das Rakovica-Kloster und die Kirchen der Festung Kalemegdan.
Auch der Besuch des russischen Friedhofs in Belgrad erinnerte an die Geschichte der ROKA in Serbien. An den Gräbern von Metropolit Antonius (Chrapowizkij), dem ersten Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, und Bischof Nikolaus (Karpow) von London wurde eine Panichida gefeiert. Damit verband die Wallfahrt die Begegnung mit den serbisch-orthodoxen Heiligtümern zugleich mit den historischen Wurzeln der eigenen Kirche.
Nach einem Abschiedsmahl in Belgrad und der Göttlichen Liturgie in der russisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskirche traten die Pilger die Heimreise an.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in Zürich über das Gleichnis von den bösen Winzern gesprochen und die Bedeutung des Vertrauens auf Gottes für den Menschen oft unverständliche Führung erläutert hatte.
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