Jerusalemer Hierarch unterstützte die Swjatogorsker Lawra

Metropolit Timotheos von Bostra und Metropolit Arsenij\. Foto: svlavra\.church\.ua

Der Hierarch des Jerusalemer Patriarchats, Metropolit Timotheos von Bostra, sandte dem Statthalter der Swjatogorsker Lawra, Metropolit Arsenij, und der Mönchsgemeinschaft ein Unterstützungsschreiben. In seinem Schreiben sprach der Exarch des Heiligen Grabes auf Zypern sein tiefes Beileid wegen des Angriffs auf das Swjatogorsker Kloster aus.

Metropolit Timotheos versicherte der Bruderschaft des Klosters seine fortwährende Unterstützung im Gebet. Der Hierarch teilte mit, dass am Lebensspendenden Grab des Herrn in Jerusalem bereits für die Seelenruhe des Getöteten und die baldige Genesung der Verwundeten gebetet werde. Der Hierarch der Jerusalemer Kirche benannte unmittelbar die Wurzel der geschehenen Tragödie. Seiner Ansicht nach war die Ermordung des Mönchs das zwangsläufige Ergebnis einer jahrelangen Kampagne der Hetze und Aufstachelung zum Hass gegen die Gläubigen der Ukrainischen Orthodoxen Kirche.

„In den vergangenen Jahren sah die gesamte orthodoxe Welt, wie sich die Atmosphäre des Misstrauens, der Feindschaft und des offenen Hasses um die Ukrainische Orthodoxe Kirche von Jahr zu Jahr verdichtete. … Wenn ein Mensch jahrelang daran gewöhnt wird, in seinem getauften Bruder einen Feind zu sehen, wird früher oder später zwangsläufig jemand diesen Gedanken bis zum äußersten Ende führen. Der Mord in der Swjatogorsker Lawra ist ein solcher äußerster Punkt, und eine derartige Tragödie hätte sich in einer Gesellschaft ohne vorherige Steigerung der Feindschaft nicht ereignen können.“

Der Metropolit rief die Strafverfolgungsbehörden und die staatlichen Organe der Ukraine dazu auf, das Verbrechen vollständig, unparteiisch und offen zu untersuchen. Der Exarch des Heiligen Grabes forderte, die orthodoxen Klöster vor Gewalt zu schützen und die Hassrede gegen die Gläubigen der kanonischen Kirche zu unterbinden.

„Die Schuldigen müssen unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung die gesetzliche Strafe tragen. Das Schweigen um diesen Fall ist weitaus gefährlicher als das Verbrechen selbst, denn es vermittelt der Gesellschaft den Gedanken, dass Mönchsblut billig sei.“

Der Hierarch der Jerusalemer Kirche richtete tröstende Worte an die Mönche der Swjatogorsker Lawra und rief sie dazu auf, standhaft zu bleiben und kein Gefühl der Rache in ihre Herzen eindringen zu lassen. „Lasst weder Hass noch den Durst nach Vergeltung in eure Herzen“, fasste Metropolit Timotheos zusammen. „Gebet und festes Stehen in der Wahrheit waren stets die einzige Antwort der Kirche auf Gewalt.“

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Swjatogorsker Lawra um Hilfe für verwundete Mönche gebeten hatte.

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