Diakon Igor Willimowski: „Christus ist der Eckstein für unser Leben“

Diakon Igor Willimowski predigte in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

Diakon Igor Willimowski predigte in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

Am 13. Sonntag nach Pfingsten, dem 30. August 2026, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld zum Evangelium über die bösen Weingärtner (Mt 21, 33–42). In seiner Predigt stellte er heraus, dass das Gleichnis nicht nur die Heilsgeschichte des Alten Testaments und die Verwerfung Christi beschreibt, sondern auch eine dringliche Mahnung an die Menschen der Gegenwart ist, ihr Leben auf Christus als Eckstein zu gründen. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

Diakon Igor Willimowski deutete das Gleichnis zunächst im Sinne der Auslegung der Kirchenväter. Der Weinberg stehe für die von Gott geschützte Welt beziehungsweise sein Volk, während die Knechte, die von den bösen Weingärtnern misshandelt und getötet wurden, die von Gott gesandten Propheten symbolisierten. Schließlich habe Gott seinen Sohn gesandt, der ebenfalls verworfen und gekreuzigt wurde.

Das Gleichnis sei jedoch keineswegs nur eine Zusammenfassung der alttestamentlichen Geschichte, betonte der Diakon. Auch in der Gegenwart habe es unmittelbare Bedeutung. Der „neuzeitliche Weinberg“ sei die Kirche, deren Aufgabe es sei, Gottes Schöpfung zu bewahren und die Menschen zur Errettung zu führen. Zugleich begegne der christliche Glaube heute vielfach Gleichgültigkeit und teilweise sogar Feindseligkeit.

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Predigt stand das Bild Christi als Eckstein. Diakon Igor Willimowski verwies auf die Worte Jesu: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden.“ Wie beim Bau eines Hauses der Grundstein die Ausrichtung des gesamten Gebäudes bestimme, müsse Christus auch das Fundament des menschlichen Lebens sein.

Mit dem heiligen Maximus dem Bekenner erläuterte der Diakon, dass Christus zum Grundstein der Kirche geworden sei und Menschen verschiedener Herkunft in ihr zur Einheit führe. „Christus ist dieser Eckstein für unser Leben“, sagte der Geistliche. „Nur wenn wir Christus als diesen Eckstein in unserem Lebensgebäude haben, dann werden wir dieses auch richtig errichten können.“

Wer Christus aus seinem Leben ausschließe, verwerfe damit die entscheidende Grundlage, warnte der Prediger. Deshalb sei das Gleichnis von den bösen Weingärtnern als „dringliche Ermahnung“ zu verstehen, das eigene Leben auf Christus und den apostolischen Glauben zu gründen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Publizist Alexander Kissler den katholischen und evangelischen Kirchen eine „Unterwerfung“ unter den Islam vorwarf.

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