Bischof Irenei: Spirituelle Dürre ist kein Zeichen der Gottesferne

Bischof Irenei von London und Westeuropa von der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) spricht über spirituelle Dürre. Foto: Screenshot YouTube

Bischof Irenei von London und Westeuropa von der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) hat in einer neuen geistlichen Betrachtung über Zeiten spiritueller Dürre gesprochen. Das Gefühl von Leere und Gottesferne sei kein Zeichen dafür, dass Gott den Menschen verlassen habe oder der geistliche Kampf gescheitert sei. Die Betrachtungen des Bischofs wurden am 29. August 2026 in englischer Sprache auf dem YouTube-Kanal „Patristic Nectar“ eingestellt.

Als Bild für seine Betrachtung wählte der Bischof die anhaltende Trockenheit in Großbritannien. Nach einer langen Dürre werde jeder Regentropfen als kostbares Geschenk empfunden, während Regen im Alltag oft als selbstverständlich oder störend wahrgenommen werde. Ähnlich gebe es auch im geistlichen Leben Zeiten der Erneuerung und Freude, aber ebenso Phasen der inneren Trockenheit und Leere.

Auch wenn Gebet, Gottesdienst und geistliche Bemühungen in solchen Zeiten scheinbar keine spürbare Wirkung hätten, bedeute dies nicht, dass Gottes Gnade verschwunden sei, sagte der Geistliche. Gottes Gegenwart bleibe bestehen, auch wenn der Mensch sie nicht unmittelbar empfinde.

Nach Worten des Bischofs können Zeiten spiritueller Dürre dazu beitragen, Vertrauen, Geduld und Ausdauer zu vertiefen. Wenn die Erfahrung der göttlichen Gnade nach einer solchen Phase wieder bewusst wahrgenommen werde, könne sie als besonders kostbar und lebensspendend erfahren werden.

Bischof Irenei rief dazu auf, in Zeiten innerer Trockenheit nicht vor dem geistlichen Kampf zurückzuweichen und Gott nicht vorzuwerfen, den Menschen verlassen zu haben. Vielmehr könne diese Erfahrung den Glauben reinigen, stärken und erneuern.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Publizist Alexander Kissler den katholischen und evangelischen Kirchen eine „Unterwerfung“ unter den Islam vorwarf.

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Der Geistliche erklärt in einem neuen Video, warum Phasen innerer Leere und geistlicher Trockenheit kein Zeichen dafür sind, dass Gott den Menschen verlassen hat.