Das orthodoxe CRISIS-Journal beendet sein regelmäßiges Erscheinen

Nach 15 Ausgaben in vier Jahren wird das orthodoxe CRISIS-Journal künftig nicht mehr regelmäßig erscheinen. Das Konzept wird in Buchform weitergeführt. Foto: Verlag
Das christlich-orthodoxe CRISIS-Journal aus dem Verlagshaus Hagia Sophia wird nach vier Jahren und 15 Ausgaben künftig nicht mehr in der bisherigen Form erscheinen. Wie der Verlag von Gregor Fernbach in der aktuellen Ausgabe des Journals mitteilt, soll das Konzept jedoch in veränderter Form fortgeführt werden.
Das Journal hatte bereits kurz nach seinem Start eine treue Leserschaft gefunden. Sein Anspruch war es, jenseits tagesaktueller Debatten grundlegende Fragen aus Gesellschaft, Philosophie, Theologie und Wissenschaft aus christlich-orthodoxer Perspektive zu betrachten. Die thematisch konzentrierten Beiträge waren dabei auf längerfristige Relevanz angelegt.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass weiterhin großes Interesse an sorgfältig zusammengestellten und thematisch fokussierten Inhalten bestehe. Zugleich habe sich gezeigt, dass der feste Erscheinungsrhythmus einer klassischen Zeitschrift nicht optimal zu diesem Anspruch passe. Inhalte, die auf nachhaltige Beschäftigung und Wiederlektüre angelegt seien, würden durch das regelmäßige Erscheinen zwangsläufig als Teil einer bestimmten Ausgabe und damit eines bestimmten Zeitpunkts wahrgenommen.
Deshalb will das Verlagshaus Hagia Sophia den eingeschlagenen Weg künftig mit thematischen Anthologien fortsetzen. Die einzelnen Bände sollen unabhängig voneinander und ohne festen Erscheinungsrhythmus erscheinen, wenn ein Thema inhaltlich entsprechend ausgereift ist. Vorgesehen ist ein kompakteres Buchformat von 150 × 225 Millimetern mit farbigem Umschlag und schwarz-weißem Innenteil.
Am grundsätzlichen Anspruch, so Verleger Gregor Fernbach, soll sich dabei nichts ändern: Die Veröffentlichungen sollen Themen mit Tiefe und inhaltlicher Sorgfalt behandeln und eine längerfristige Beschäftigung ermöglichen. Die neue Form versteht der Verlag ausdrücklich als Weiterführung des ursprünglichen Anliegens unter veränderten Bedingungen.
Für die Leser bedeutet der Wechsel, dass neue Veröffentlichungen künftig unregelmäßiger erscheinen werden. Dafür sollen die einzelnen Bände stärker gebündelt und bewusst komponiert sein.
Mit dem Ende des regelmäßigen CRISIS-Journals geht zugleich eine kleine Ära zu Ende: Die 15 bislang erschienenen Ausgaben werden nun zu Sammlerexemplaren, die in jede gute orthodoxe Hausbibliothek gehören.
Die UOJ berichtete zuvor, dass ein Feuer das Kloster des Heiligen Propheten Elias im serbischen Kacapun schwer beschädigte.
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