Metropolit Grigorije: „Mit Christus kann man nicht verhandeln“

Metropolit Grigorije zelebriert die Heilige Liturgie in Berlin. Foto: Gemeinde
Der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland hat am Sonntag (23. August 2026), dem zwölften Sonntag nach Pfingsten, die Heilige Liturgie in der Kirche des heiligen Sava in Berlin zelebriert. Konzelebriert haben Erzpriester Radomir Kolundžić und Hierodiakon Vasilije Starovlah. In seiner Predigt nach der Evangeliumslesung legte Metropolit Grigorije das Gleichnis vom reichen Jüngling aus, der Jesus fragt, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erlangen, wie die Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.
Metropolit Grigorije betonte, der junge Mann habe zwar die Gebote gehalten und viel besessen, sei aber innerlich nicht frei gewesen. Jesu Aufforderung, seinen Besitz zu verkaufen und ihm nachzufolgen, sei nicht als allgemeines Gebot zur Armut zu verstehen, sondern als Aufforderung, sich von dem zu lösen, was einen beherrscht. Das ewige Leben sei kein Besitz, den man sich verdienen könne, sondern ein Geschenk. Christus biete dem Menschen keine geschäftliche Gegenleistung, sondern eine Beziehung und seine Freundschaft an: „Mit Christus kann man nicht verhandeln.“
Der reiche Jüngling (Mt 19,16-26) habe den Ruf „Folge mir nach!“ jedoch nicht beantwortet und sei traurig weggegangen. Auch heute richte Christus diesen Ruf an die Menschen, sagte Grigorije. Die entscheidende Frage sei, ob sie frei genug seien, ihm zu folgen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass ein Feuer das Kloster des Heiligen Propheten Elias im serbischen Kacapun schwer beschädigte.
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