Reliquien des heiligen Gorazd nach 1200 Jahren nach Mähren zurückgekehrt

Bischof Jesaja von Olomouc und Brünn brachte Teile der Reliquien des heiligen Gorazd I. und des heiligen Angelar aus Albanien nach Olomouc zurück. Foto: Screenshot YouTube

Bischof Jesaja von Olomouc und Brünn brachte Teile der Reliquien des heiligen Gorazd I. und des heiligen Angelar aus Albanien nach Olomouc zurück. Foto: Screenshot YouTube

In der tschechischen Stadt Olomouc sind Teile der Reliquien des heiligen Gorazd I., eines Schülers der heiligen Slawenapostel Kyrill und Methodius, nach mehr als 1200 Jahren nach Mähren zurückgekehrt. Bischof Jesaja von Olomouc und Brünn brachte die Reliquien am 8. August 2026 aus Albanien in die Tschechische Republik. Sie werden nun in der Kathedrale des heiligen Gorazd in Olomouc, der Diözese Olomouc-Brünn der Orthodoxen Kirche der Tschechischen Länder und der Slowakei, verehrt. Zusammen mit den Reliquien des heiligen Gorazd wurden auch Reliquien des heiligen Angelar von Ohrid, einem weiteren Schüler der heiligen Slawenapostel, überführt. Darüber berichtete die UOJ in Tschechien.

Die Reliquien des heiligen Gorazd werden in Albanien aufbewahrt, wo er nach der Vertreibung der Schüler von Kyrill und Methodius aus Großmähren sein Leben beendet haben soll. Die Überführung gestaltete sich nach Angaben von Bischof Jesaja schwierig. Die betreffende Kirche wird heute als Museum genutzt; infolge der jahrzehntelangen atheistischen Herrschaft in Albanien war der Zugang zu den Reliquien lange Zeit nicht möglich. Selbst der für die Stätte zuständige albanische Bischof habe ihm berichtet, dass er die Reliquien während seiner langjährigen Besuche dort nie selbst gesehen habe.

Bischof Jesaja hatte nach eigenen Angaben bereits seit Jahren über eine Reise nach Albanien nachgedacht. Schließlich erhielt seine Delegation nach längeren Gesprächen mit den Verantwortlichen die Erlaubnis, einen Teil der Reliquien mitzunehmen. Erzpriester Alexei Kuchta bezeichnete die Rückkehr als besonderen Segen Gottes und als historisches Ereignis nicht nur für die Diözese, sondern für ganz Mähren und die Tschechische Republik.

Mit der Überführung der Reliquien sei der heilige Gorazd nun nach über zwölf Jahrhunderten auch leiblich wieder in der Region präsent, in der er als Schüler der heiligen Slawenapostel Kyrill und Methodius wirkte – dem damaligen Großmähren. Die Reliquien wurden in die Kathedrale des heiligen Gorazd in Olomouc gebracht und sollen dort künftig verehrt werden – ebenso die des heiligen Angelar von Ohrid.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia ein neues bioethisches Standardwerk ankündigte.

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