Vandalismus im Soester St.-Patrokli-Dom: Seitenaltar und Statue beschmiert
Der St.-Patrokli-Dom in Soest wurde Ziel eines Vandalismusaktes. Archivfoto: Hans Peter Schaefer/Wikipedia
Im römisch-katholischen St.-Patrokli-Dom in Soest (NRW) ist am Montagnachmittag (10. August 2026) eine Statue, ein Seitenaltar und angrenzendes Gemäuer mit schwarzer Farbe beschmiert worden. Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden auf rund 15.000 Euro, wie das katholische Nachrichtenportal CNA berichtete.
Unbekannte Täter haben im St.-Patrokli-Dom in Soest einen Seitenaltar massiv beschädigt. Nach Angaben der Polizei wurden eine Statue, der Altar und das angrenzende Gemäuer mit schwarzer Farbe verschmutzt. Hinweise auf ein mögliches Tatmotiv fanden sich bisher nicht.
Der entstandene Sachschaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt. Die Schmierereien enthalten demnach weder Parolen noch andere erkennbare Hinweise, die Rückschlüsse auf den Täter oder deren Motive zulassen.
Der im Kern mehr als 1000 Jahre alte St.-Patrokli-Dom gehört zu den bedeutenden historischen Kirchen in Soest. Teile des heutigen Bauwerks stammen aus dem Mittelalter. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt und anschließend über mehrere Jahre wiederaufgebaut.
Kirchenvandalismus beschäftigt die deutschen Kirchen seit Jahren. Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, warnte bereits 2025 vor einer zunehmenden Enthemmung. Die Aufklärungsquote bei Fällen von Vandalismus an Kirchen liege nach seinen Angaben im unteren einstelligen Prozentbereich. Zugleich kritisierte Kopp, dass solche Taten in Statistiken häufig lediglich als Sachbeschädigung erfasst würden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Nikolaj zur Verehrung der Gottesmutter aufrief.
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