Orthodoxie: Wurzel oder Fremdkörper?
Es ist seit jeher ein wesentliches Kennzeichen der Orthodoxie, dass in ihr das eine, urchristliche Erbe in einer Vielfalt von Sprachen und Kulturen gelebt wird. So schreibt der Kirchenvater Irenäus von Lyon bereits im 2. Jahrhundert nach Christus:
„Wenngleich es auf der Welt verschiedene Sprachen gibt, so ist doch die Kraft der Überlieferung ein und dieselbe. Die in Germanien gegründeten Kirchen glauben und überliefern nicht anders als die in Spanien oder bei den Kelten, die im Orient oder in Ägypten, die in Libyen oder in der Mitte der Welt. So wie Gottes Sonne in der ganzen Welt eine und dieselbe ist, so dringt auch die Botschaft der Wahrheit überall hin und erleuchtet alle Menschen, die zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“Hl. Irenäus von Lyon, Gegen die Häresien I 10
Deshalb ist es nur natürlich, dass die Orthodoxie, aus ihren östlichen Stammländern und Sprachen ins heutige Deutschland eingewandert, zunehmend die Anknüpfung an das hiesige Erbe der ungeteilten Kirche sucht. Denn so exotisch sie auf den ersten Blick oft scheinen mag, ist die Orthodoxie doch in ihrem Kern nichts Neues oder Fremdes, das man der hiesigen Kultur überstülpen müsste. Je länger ihre Präsenz in Deutschland und anderen westlichen Ländern währt, desto stärker findet in ihr eine Rückbesinnung auf das gemeinsame christliche Leben und Erbe statt, wie es vor der Thrennung der Kirche in Ost und West vorhanden war. Das betrifft vor allem die Heiligen, die im ersten Jahrtausend auf deutschem Boden gewirkt haben, sowie ihre Ikonographie. Daneben zeugt auch das architektonische und künstlerische Erbe des ersten Jahrtausends (und teils noch darüber hinaus) von einem kulturellen Ethos, das östliche und westliche Christenheit miteinander verband.
Chronologie einer Rückbesinnung
Ein erster großer Impulsgeber auf dem besagten Weg der Rückbesinnung war der heilige Bischof Johannes (Maximowitsch), der nicht nur in Shanghai und San Francisco (+1966), sondern Anfang der 1950er Jahre auch in Paris wirkte. Er rief nachdrücklich auch die zugewanderten Gläubigen russischer und anderer Herkunft dazu auf, das Andenken und die Verehrung der westlichen Heiligen zu kultivieren, die vor der Trennung der Kirche in West und Ost wirkten. Diesem Impuls folgten die Bischöfe der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, zu der auch Johannes gehörte, indem sie auf einer Versammlung in Genf 1952 eine Reihe westlicher Heiliger zur Verehrung freigaben, darunter den hl. Ansgar von Bremen (+865).
Der heilige Johannes (Maximowitsch) von Shanghai, Paris und San Francisco (Foto: OCA/Christ the Savior Parish)
Bereits im Jahr 2019 war eine Liste von 78 Heiligen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland von den beiden Jurisdiktionen der russischen Kirche in Deutschland approbiert worden. Eine Ikone mit dem Titel ‚Synaxis Heiliger der Deutschen Lande‘ wurde dazu in Auftrag gegeben und von Ikonenmaler Alexander Stoljarov ausgeführt. Sie befindet sich seit dem 3. Oktober 2024 in der Verkündigungs- und St. Justin-Einsiedelei in Unterufhausen, welche unmittelbar dem serbischen Patriarchen untersteht. Eine weitere Ikone der Synaxis befindet sich in der russisch-orthodoxen Gemeinde der hl. Barbara in Krefeld.
2023 hatte der Synod des Moskauer Patriarchats das „Gedächtnis aller Heiligen der deutschen Lande“ in den Festkalender aufgenommen. Das Gedächtnis wurde auf den 3. Oktober, den Tag der Deutschen Einheit, bzw. den nächstliegenden Sonntag festgelegt. Eine Liste der in Deutschland zu verehrenden Heiligen findet sich in dem Buch Heilige Deutschlands im ersten Jahrtausend (Edition Hagia Sophia, 2021). Diese Liste ist allerdings nicht vollständig und die Kanonisierung weiter Heiliger ein laufender Prozess.
Auch in anderen orthodoxen Jurisdiktionen findet das Andenken und die Verehrung der Heiligen der deutschen Lande zunehmende Beachtung. Ein besonders schönes Beispiel hierfür ist in der Skite des hl. Spyridon in Geilnau an der Lahn zu bewundern: Die dortige Ikonostase, die ebenfalls von Alexander Stoljarov geschaffen wurde, beinhaltet einige Ikonen westlicher Heiliger – darunter solche, die in Deutschland wirkten, wie die heiligen Bonifatius, Sturmius und Walburga.
Ikone der Synaxis Heiliger der Deutschen Lande (Foto: Russisch-Orthodoxe Gemeinde Hl. Barbara in Krefeld)
Andere Ikonenmaler wie Martin Rybacki oder Josepha Wilke widmen sich der Darstellung deutscher Heiliger, wobei die Nachfrage seitens von Gemeinden und Privatleuten wächst. Die Rekonstruktion einer authentischen Ikonographie im Einklang mit dem orthodoxen Ethos ist dabei eine besondere Herausforderung, wie Alexander Stoljarov in einem Interview mit dem Verleger Gregor Fernbach in der Zeitschrift CRISIS betont. Er vergleicht die Arbeit mit der eines Archäologen, der zu den tieferen Schichten der einheimischen Kultur vordringen muss, jedoch nicht ohne die Fürbitte und Hilfe der Heiligen in Anspruch zu nehmen und zu ihren Stätten ihres Wirkens und ihrer Reliquien zu pilgern, an denen sie geistlich präsent sind. So verbindet Alexander Stoljarov in seinem Schaffen romanische und byzantinische Maltradition.
Das orthodoxe Dreifaltigkeitskloster Buchhagen, das zur Bulgarischen Orthodoxen Kirche gehört, bemüht sich um die Ausbildung einer eigenwüchsig deutschen Orthodoxie, was auch den Rückgriff auf architektonische Elemente etwa aus der Romanik und die Entwicklung eines spezifischen Choralgesangs einschließt.
Zu erwähnen sind schließlich auch historiographische Bemühungen, die sich mit den Biographien der Heiligen und ihrem geschichtlichen Kontext beschäftigen. Zwei Bücher, die der rumänische Erzpriester Alexandru Nan mit dem Segen von Metropolit Seraphim (Joantă) von Deutschland, Mittel- und Nordeuropa verfasst hat, befassen sich intensiv mit den „Heiligen der deutschen Lande“ (2024) und ihrer Rolle als „Vorbilder über die Zeiten“ (2025).
Die Rückbesinnung beschränkt sich aber nicht nur auf die künstlerische und intellektuelle Sphäre. Sie findet auch im Leben der Gemeinden statt, die immer öfter Pilgerfahrten zu den Wirkungsorten der Heiligen und ihren geheiligten Überresten unternehmen. Die deutschsprachige Gemeinde des hl. Christophorus in Mainz etwa organisierte unlängst eine Pilgerfahrt auf den Disibodenberg, wo der irische Einsiedler, Bischof und Missionar Disibod sich im 7. Jahrhundert niederließ und auch bestattet wurde.
Die Anfänge der Kirchen Germaniens
Das Werk Gegen die Häresien, aus dem das Zitat zu Beginn dieses Artikels stammt, verfasste der heilige Bischof Irenäus von Lyon um das Jahr 180 nach Christus. Aus ihm stammt das Zitat zu Beginn des Artikels, das älteste Zeugnis christlicher Präsenz in der römischen Provinz Germanien. Der nordafrikanische Kirchenschriftsteller Tertullian erwähnt im 3. Jahrhundert ebenfalls die Germanen in einer langen Auflistung der Völker, zu denen die Botschaft des Glaubens an Christus vorgedrungen sei (Gegen die Juden 7,4-8).
Wir wissen nichts Genaueres über diese ersten christlichen Gemeinschaften. Der rumänische Erzpriester Alexandru Nan hat die Geschichte der Kirche und ihrer Heiligen in dieser Zeit erforscht und in seinem Buch „Heilige der deutschen Lande“ nachgezeichnet. Er vermutet bereits für diese Zeit eine „Existenz von bischöflichen [gemeint ist wohl: bischöflich geleiteten, Anm. JPT] Gemeinschaften“, da die Wahrung und Weitergabe des Glaubens „damals wie heute ein bischöfliches Anliegen“ gewesen sei.
Unklar ist, wie diese ersten Gemeinden entstanden. Am ehesten, so Vater Alexandru, waren es Sklaven, Handwerker und Kaufleute, die das Christentum aus anderen Gegenden des Reiches (Italien, Griechenland, Syrien) mitbrachten. Vielleicht handelte es sich teils auch um griechischsprachige Christen aus Kleinasien, also der heutige Türkei, wie Irenäus selbst einer war.
Wie der rumänische Metropolit Seraphim (Joantă) im Vorwort zu Vater Alexandrus Buch bemerkt, „wurden die germanischen Länder (Deutschland, Österreich, die Schweiz und sogar Teile Belgiens und der Niederlande)“ zunächst vor allem durch das „mutige Zeugnis bekennender Soldaten, wie z.B. Mitglieder der Thebäischen Legion christianisiert“.
Die Porta Nigra in Trier, größtes römisches Stadttor nördlich der Alpen. Auf dem nahegelegenen Marsfeld wurde 286 ein Teil der berühmtem Thebäischen Legion stationiert. In den östlichen Turm (auf dem Foto links) zog sich 1130 der heilige Eremit Simeon zurück- ein Mönch byzantinischer Tradition, der in Betlehem und auf dem Sinai gelebt hatte (Foto: Flickr/Daniel Mennerich)
Einige Soldaten dieser Legion, die nach ihrem Winterquartier im ägyptischen Theben benannt wurde, wurden Ende des 3. Jahrhunderts auch in Trier stationiert, wo sie im Oktober 286 wegen der Verweigerung von Götzenopfern das Martyrium erlitten, gefolgt von teils hochrangigen Honoratioren der Stadtverwaltung und Angehörigen der christlichen Bevölkerung. Unter diesen Blutzeugen sind der Senator Palmatius sowie elf weitere Würdenträger: Maxentius, Konstantius, Kreszenz, Justin, Leander, Alexander, Soter, Hormizd, Papyrurius, Konstanz und Jovianus.
Trier und die römische Reichskirche
Hier wird eine wichtige Tatsache kenntlich: Die Anfänge der Kirche in Germanien sind untrennbar mit der römischen Reichskirche verbunden, was man auch an den lateinischen Namen der Heiligen aus der Zeit zwischen dem 3. und 4. Jahrhundert sieht. Gerade die Stadt Trier (röm. Augusta Treverorum) spielt hierbei eine Schlüsselrolle: Sie war eine der vier Hauptstädte nach der Vierteilung der Herrschaft unter Diokletian, der sogenannten Tetrarchie (293-306) und zugleich Residenzstadt der gesamten gallischen Präfektur (Gallien, Britannien, Hispanien und Teile Germaniens).
Eine Reihe bedeutender Kirchenväter hatten Beziehungen zu Trier: Der heilige Ambrosius wurde in den 330ern hier geboren. Der heilige Athanasius suchte um dieselbe Zeit Zuflucht in der kaiserlichen Residenzstadt an der Mosel. Er war wegen seiner Gegnerschaft zur Häresie der Arianer, welche die Gottheit Christi leugneten, als Bischof aus Alexandria verbannt worden. Der heilige Bischof Maximinus von Trier nahm seinen verfolgten Bruder im Amt auf. Maximinus wurde im Übrigen durch die Russische Orthodoxe Kirche am 24.08.2023 in den Heiligenkalender aufgenommen, seine Reliquien befinden sich im unweit von Trier gelegenen Pfalzel.
Athanasius brachte die Kunde vom ägyptischen Mönchtum und insbesondere dem heiligen Antonius in die Stadt. Dieses Ideal des östlichen Mönchtums prägte den jungen Hieronymus, der um 373 auf einer längeren Reise in Trier Station machte. Auch der heilige Augustinus, der die Stadt zwar selbst nicht besuchte, beschreibt in seinen „Bekenntnissen“ die Euphorie, die das östliche Mönchtum damals bei den dortigen Christen auslöste.
Die zweite Missionierung Germaniens
Während die römische Reichskirche sich auf Städte und Verwaltungssitze konzentrierte, blieb das Hinterland bis ins 6. Jahrhundert noch weitgehend heidnisch. Die Christianisierung breiterer Landstriche geschah erst mit der iro-schottischen und angelsächsischen Mission, die einen starken monastischen Charakter hatte. Als deren zentrale heilige Gestalten sind vor allem die irischen Heiligen Kolumban, Gallus (Namensgeber der Stadt St. Gallen, der auch am Bodensee wirkte) und Kilian von Würzburg sowie der heilige Bonifatius, Erzbischof von Mainz, und dessen Verwandte Lioba und Walburga.
Unter Bonifatius’ Schülern war es der gebürtige Bayer Sturmius, mit dem als erstem Abt von Fulda (744) die Missionsarbeit in nunmehr einheimische Hände kam – ein bedeutender Schritt der Inkulturation, mit dem wir die heutige Situation vergleichen können, in der zunehmend auch deutschstämmige Priester und Bischöfe geweiht werden.
Die Entschlafung der Gottesgebärerin, Darstellung der Reichenauer Malschule aus dem sogenannten Hildesheimer Orationale (Anfang 11. Jh.) (Foto: Wikimedia Commons)
Ausbildung einer christlichen Kultur
Nicht abschließend geklärt ist die Herkunft des Mönchs und Bischofs Pirmin, der im Jahr 724 das Kloster Mittelzell auf der Bodenseeinsel Reichenau gründete. Unter dem fränkischen Herrschergeschlecht der Karolinger (9./10. Jahrhundert) und noch unter der sächsischen Dynastie der Ottonen (10./11. Jahrhundert) avancierte dieses Kloster zu einem geistigen Zentrum des Reiches, das vor allem für seine kunstvolle Buchmalerei bekannt ist. Die illuminierten Handschriften sind ein eindrucksvolles Zeugnis für eine eigentümlich westliche, aber dem orthodoxen künstlerischen Ethos noch durchaus nahestehende Ikonographie.
Das Verbrüderungsbuch, ein Verzeichnis der Gebetsgemeinschaften des Klosters Mittelzell, enthält Namen auch aus weit entfernten Regionen, darunter die orthodoxen Patriarchen Basilius von Jerusalem (820–838) und Christophorus von Alexandrien (817–841). Das Buch selbst wurde in den Jahren 822–824 angelegt, fällt also chronologisch genau in die Amtszeit beider Patriarchen und bezeugt die engen geistlichen Bande zwischen Ost und West.
Christus krönt und segnet den Kaiser Otto II. und seine Gemahlin Theophanu; Relieftafel aus Elfenbein, um 982/983, heute im Musée de Cluny, Paris (Foto: Wikimedia Commons)
Im Jahr 972 heiratete die byzantinische Prinzessin Theophanu den späteren Kaiser Otto II. – nach zwei zuvor gescheiterten Gesandtschaften und vermittelt durch den Kölner Erzbischof Gero. Theophanu selbst war keine Heilige und wird auch nicht als solche verehrt; ihre Bedeutung liegt darin, dass ihre Ehe einen kulturellen Resonanzraum öffnete, in dem sich ottonische und östliche Einflüsse für eine Generation besonders eng berührten.
In diesem Klima wirkte der heilige Bernward, der 993 zum Bischof von Hildesheim wurde und dessen bekannteste Werke, eine nach ihm benannte zweiflüglige Bronzetür und Bronzesäule, im kulturellen Kontext dieser Ost-West-Verflechtung entstanden. Bernward wird heute auch von orthodoxen Christen verehrt, eine Ikone wurde eigens für die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Hannover geschrieben.
Ikone des Heiligen Bernward in der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde zum hl. Sava in Hannover, geschrieben von Miodrag Miša Mladenovic (Foto: Orthpedia)
Schluss
Die erwähnten Namen, Orte und Ereignisse stehen demnach nicht für eine abgeschlossene Geschichte. Sie sind vielmehr der historische Boden der eingangs geschilderten Rückbesinnung und damit Anknüpfungspunkte für eine orthodoxe Neubelebung christlicher Wurzeln in Deutschland. Die theologische Bedeutung dieser vergangenen Generationen von Heiligen und Gläubigen liegt darin, dass sie der späteren spirituellen, dogmatische und kulturellen Entfremdung vorausliegen.
Für die meisten Deutschen ist die Orthodoxie etwas Exotisches, ein geistlicher Fremdkörper in der hiesigen Kultur. Doch die zunehmende Rückbesinnung auf die deutschen Heiligen und Glaubenszeugnisse vor der großen Spaltung von Ost und West zeigt: Das christliche Leben und Erbe der ungeteilten Kirche auf deutschem Boden ist nicht vergangen. Es lebt in den alten Heiligen, die nun vor Gottes Thron stehen. Es wird reflektiert von einem reichen kulturhistorischen Erbe, das die einstige Einheit bezeugt. Und es lebt auf in den Gläubigen unserer Zeit, die die christliche Vergangenheit Deutschlands neu entdecken und so die Orthodoxie wieder heimisch machen.
Lesen Sie auch
Wie die Werktätigen den Ertrunkenen nicht bemerkten
Auf dem berühmten Gemälde kommt ein mythologischer Held ums Leben, doch der Betrachter bemerkt dies erst ganz zum Schluss.
Vulkanausbruch und Frost in Europa: Eine Prüfung der Menschlichkeit
Eine Naturkatastrophe auf der anderen Seite der Welt legte Europa lahm. Wo die Menschen zusammenhielten, ging der Hunger zurück, doch wo die Hilfe nur langsam kam, verfielen sie in Grausamkeit.
Taschenkodex der verfolgten Christen
Während die Römer ihre Literatur auf meterlangen Rollen schrieben, erfanden die frühen Christen das Buch aus gefalteten Blättern und kürzten den Namen Gottes auf zwei Buchstaben ab.
Mönche, die dem Fortschritt um 300 Jahre voraus waren
Die Zisterzienser von Rievaulx und Clairvaux verhütteten Eisen in wassergetriebenen Blasebälgen, als die Hochöfen laut Geschichtsbüchern noch gar nicht existierten.
Der nicht von Händen gebaute Dom Bachs
Er begrub zehn Kinder, stritt mit Behörden und erblindete – und schuf mit der h-Moll-Messe einen unsichtbaren Tempel, der größer ist als alle Kirchen Sachsens.