Diakon Igor Willimowski: Der Prophet Elias ruft zu Treue und Umkehr zu Gott auf

Diakon Igor Willimowski predigte in der St.-Barbara-Kirche in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

Am neunten Sonntag nach Pfingsten, dem 2. August 2026, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld zum Evangelium über die Verwerfung Jesu in Nazareth und den Verweis Christi auf den Propheten Elias (Lk 4,22–30). In seiner Predigt stellte er Elias als Vorbild unerschütterlicher Gottesfurcht, der Treue zum wahren Glauben und der Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit vor. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

Ausgehend vom Zusammentreffen des Gedenktages des heiligen Propheten Elias mit dem Sonntagsevangelium erläuterte Diakon Igor Willimowski zunächst die Aufgabe der Propheten als von Gott berufene Verkünder seines Willens. Elias sei einer der bedeutendsten alttestamentlichen Propheten gewesen, der sich mit großem Eifer gegen Götzendienst und Glaubensabfall gewandt habe. Sein Leben sei von Fasten, Gebet und asketischer Hingabe geprägt gewesen und gelte deshalb als Vorbild des Mönchtums.

Anhand der biblischen Überlieferung schilderte der Diakon die wichtigsten Stationen aus dem Leben des Propheten: die Dürre zur Zeit König Ahabs, die Begegnung mit der Witwe von Sarepta, die Auferweckung ihres Sohnes sowie den Gottesbeweis auf dem Berg Karmel, bei dem Gott das Opfer des Elias durch Feuer vom Himmel annahm. Die anschließende Rückkehr des Regens habe gezeigt, dass Gott die Menschen nicht vernichten, sondern zur Umkehr führen wolle. Nicht Gott verursache das Unheil, sondern die Sünde und Unbußfertigkeit der Menschen.

Zum Abschluss verwies der Geistliche auf die Erscheinung des Propheten Elias bei der Verklärung Christi und auf die kirchliche Überlieferung, wonach Elias bis zur Wiederkunft Christi den wahren Glauben verteidigen werde. Aus seinem Leben lasse sich lernen, dass Gott barmherzig sei und der Mensch ihm auch in schwierigen Zeiten treu bleiben, Reue zeigen und die Hoffnung auf den Herrn niemals verlieren solle.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon das Kirchweihfest in Bischofsheim in der Rhön feierte.

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