Äußerungen bei Gedenkfeier nach Anschlag auf Berliner CSD sorgten für Empörung

Die Sängerin Nyya während ihrer skandalösen Aussage. Foto: Berliner Zeitung

Eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin wurde von kontroversen Äußerungen einer Rednerin überschattet. Die Berliner Sängerin Nyya erklärte während ihrer Ansprache, sie habe nach Bekanntwerden der Tat zunächst gehofft, der Täter sei „eine christliche, weiße Person“ und nicht „kein Kanake“ gewesen. Die Aussagen lösten sowohl vor Ort als auch in den sozialen Medien scharfe Kritik aus. Darüber berichtete die Berliner Zeitung.

Während die meisten Beiträge der Gedenkfeier dem Andenken an die Todesopfer und die verletzten Menschen gewidmet waren, rückte die Rede der Sängerin die Herkunft des Täters in den Mittelpunkt. Zahlreiche Politiker, Journalisten und Nutzer sozialer Medien warfen der Rednerin vor, das Gedenken für eine politische Botschaft missbraucht zu haben und die Opfer dadurch in den Hintergrund geraten zu lassen. Videoaufnahmen ihrer Rede verbreiteten sich in kurzer Zeit in den sozialen Netzwerken.

Der Anschlag ereignete sich am Samstagabend während des Berliner CSD. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Täter mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge, wobei eine Frau getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt wurden. Die Ermittlungsbehörden gehen von einem islamistisch motivierten Anschlag aus. Der Tatverdächtige, ein 21-jähriger mit libanesischen Wurzeln, wurde einen Tag später bei einem Polizeieinsatz in Berlin getötet. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden war er polizeibekannt und soll Kontakte zur islamistischen Szene sowie Verbindungen zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gehabt haben.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein 65-Jähriger in Würzburg wegen Israel-Anstecker schwer verletzt wurde.

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