Islamisten verursachten 94 Prozent der neuen Terror-Ermittlungsverfahren

Islamist. Foto: Innenministerium Baden-Württemberg

Im ersten Halbjahr 2026 hat der Generalbundesanwalt 174 neue Ermittlungsverfahren wegen terroristischer oder extremistischer Straftaten eingeleitet. Nach Angaben der Bundesregierung entfallen 129 Verfahren auf den Bereich des islamistischen Terrorismus. Weitere 34 Verfahren betreffen den auslandsbezogenen Extremismus. Damit entfallen rund 94 Prozent aller neu eingeleiteten Ermittlungen auf diese beiden Deliktsbereiche. Darüber berichtete Nius.

Demgegenüber wurden sechs neue Verfahren wegen Linksextremismus und fünf wegen Rechtsextremismus eingeleitet. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 stieg die Zahl der Ermittlungen wegen islamistischen Terrorismus deutlich an, während die Verfahren im Bereich des auslandsbezogenen Extremismus zurückgingen.

Die Bundesregierung weist jedoch darauf hin, dass sich ein Großteil der islamismusbezogenen Ermittlungen auf Auslandstaten, insbesondere mit Bezug zum sogenannten „Islamischen Staat“ in Syrien und im Irak, bezieht. Die veröffentlichten Zahlen erfassen neu eingeleitete Ermittlungsverfahren und erlauben daher keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die Zahl verübter Anschläge oder auf die Zahl rechtskräftig verurteilter Personen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Islamisten eine Frau und drei Kinder eines Pastors in Nigeria entführt hatten.

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