Lebensschützer fordern Rücktritt von Jens Spahn wegen Leihmutterschaft

Jens Spahn mit seinem Ehemann und einem Kind. Foto: Welt

Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) verlangt von Jens Spahn den sofortigen Verzicht auf sein Bundestagsmandat und alle Parteiämter, nachdem öffentlich wurde, dass er und sein Partner in den USA ein Kind mithilfe einer Leihmutter bekommen haben. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung kritisierte die Bundesvorsitzende Cornelia Kaminski den Vorgang als schwerwiegenden ethischen Widerspruch: Spahn habe eine Praxis genutzt, die in Deutschland gesetzlich verboten ist und die seine eigene Partei noch im Frühjahr dieses Jahres ausdrücklich abgelehnt habe. Der Bericht wurde auf der offiziellen Webseite der ALfA veröffentlicht.

Die Organisation kritisierte insbesondere, dass Leihmutterschaft Frauen instrumentalisiere und Kinder zu einem Vertragsgegenstand mache. Zudem verwies ALfA darauf, dass die CDU die Legalisierung der Leihmutterschaft erst Anfang des Jahres erneut abgelehnt habe. Nach Ansicht der Organisation stehe Spahns privates Handeln deshalb im Widerspruch zu den programmatischen Positionen seiner Partei.

ALfA forderte Jens Spahn auf, sein Bundestagsmandat sowie seine Ämter in Partei und Fraktion niederzulegen. Nach Auffassung der Organisation könne ein Politiker, der eine in Deutschland verbotene Praxis im Ausland bewusst nutze, seine Glaubwürdigkeit in bioethischen Fragen sowie beim Schutz von Frauen und Kindern nicht aufrechterhalten.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Polens Präsident ein Veto gegen Gesetze zur Homo-Ehe eingelegt hatte.

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Die Aktion Lebensrecht für Alle wirft dem CDU-Politiker vor, eine in Deutschland verbotene und von seiner Partei abgelehnte Praxis genutzt zu haben.

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