Deutsche ROKA-Diözese veröffentlicht Dokumentation zur Jubiläumskonferenz
Metropolit Nikolaj, Metropolit Antonij, Erzbischof Tichon und Bischof Hiob sowie weitere Gäste besichtigen die Jubiläumsausstellung in München. Foto: ROKA
Die Deutsche Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) hat in ihrem Diözesanorgan „Der Bote“ am 10. Juli 2026 eine ausführliche Dokumentation der internationalen wissenschaftlichen Konferenz zum 100-jährigen Bestehen der Diözese veröffentlicht. Die dreitägige Tagung in München stand unter dem Leitwort „Erbe und Berufung“ und widmete sich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Deutschen Diözese sowie der Entwicklung der Orthodoxie in Deutschland.
An der Konferenz nahmen Ende Mai/Anfang Juni zahlreiche Hierarchen, Geistliche und Wissenschaftler aus Europa und Nordamerika teil. Eröffnet wurde das Forum unter anderem vom Ersthierarchen der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, Metropolit Nikolaj von Ostamerika und New York, sowie von Metropolit Mark von Berlin und Deutschland. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen wurden die Geschichte der russischen Emigration, die Entwicklung der Deutschen Diözese, die Beziehungen zum Moskauer Patriarchat sowie Fragen der kirchlichen Identität, Mission und theologischen Ausbildung behandelt. Auch die Rolle der Orthodoxie in der deutschen Gesellschaft sowie die deutschsprachige Liturgie waren Gegenstand der Beratungen.
Begleitet wurde die Konferenz von einer historischen Ausstellung, einem Konzert mit Kirchenmusik der russischen Emigration und einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der Orthodoxie in Deutschland.
Nach Darstellung des „Boten“ verband die Jubiläumstagung wissenschaftliche Forschung mit kirchlicher Selbstreflexion und verstand das hundertjährige Bestehen der Deutschen Diözese nicht nur als Rückblick, sondern auch als Auftrag für das künftige orthodoxe Zeugnis in Deutschland.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Nikolaj Priester zu mehr Gebet und Zurückhaltung im Internet mahnte.
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