Heute gedenkt die Georgische Orthodoxe Kirche des heiligen Georg vom Heiligen Berg
Giorgi Mtatsmindeli. Foto: Open Source
Die Georgische Apostolische Autokephale Orthodoxe Kirche begeht am 10. Juli den Gedenktag des heiligen Georg vom Heiligen Berg Athos. Darüber berichtete die Redaktion der UOJ in Georgien.
Der heilige Georg vom Heiligen Berg wurde 1009 in Trialeti als Kind frommer Christen – Jakob und Maria – geboren. Schon in jungen Jahren wurde er mit dem Klosterleben vertraut gemacht. Er studierte in den Klöstern von Tadzrisi und Chachuli, wo er unter der Leitung der herausragenden Väter seiner Zeit seine geistliche und schulische Erziehung empfing.
Später studierte er in Konstantinopel, wo er sich tiefe Kenntnisse in Philosophie und Rhetorik aneignete. Nach der Mönchsweihe wirkte er auf dem Schwarzen Berg, danach begab er sich auf den Heiligen Berg Athos, wo er ein würdiger Fortsetzer des vom ehrwürdigen Euthymios vom Athos begonnenen Werkes wurde.
Der heilige Georg vom Heiligen Berg übersetzte zahlreiche kirchliche Bücher aus dem Griechischen ins Georgische, verbesserte alte Übersetzungen und hob das georgische theologische Schrifttum auf eine außerordentliche Höhe. Durch seine Mühen wurde das liturgische und geistliche Erbe der georgischen Kirche bereichert.
Er leitete zudem über Jahre hinweg das Iveron-Kloster auf dem Athos und förderte dessen Entwicklung sowie das geistliche Leben der georgischen Mönche. Von besonderer Bedeutung war sein Wirken für die Verteidigung der Autokephalie und der apostolischen Würde der Kirche Georgiens, die er in Gesprächen mit dem Patriarchen von Antiochien entschieden und weise hervorhob.
Auf Bitten König Bagrats IV. kehrte der heilige Georg für einige Zeit nach Georgien zurück, wo er einen bedeutenden Beitrag zur Ordnung des kirchlichen Lebens leistete. Später brach er erneut zum Athos auf, doch während seines Aufenthalts in Konstantinopel, am Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus, entschlief er in Frieden.
Der heilige Georg vom Heiligen Berg ist im Iveron-Kloster auf dem Athos begraben. Die orthodoxe Kirche ehrt ihn als einen der größten geistlichen Väter der Georgier, als herausragenden Übersetzer, Schriftsteller und treuen Verteidiger der Kirche.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Köln die UOK und das Ökumenische Patriarchat gemeinsame Arbeitsgespräche führten.
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