Nonnentonsur in neuer klösterlicher Niederlassung der ROKA-Diözese Großbritannien

Schwester Constantina (M.) nach ihrer Tonsur zur Nonne der ersten monastischen Stufe in der klösterlichen Niederlassung der Heiligen Verkündigung. Foto: Diözese

Schwester Constantina (M.) nach ihrer Tonsur zur Nonne der ersten monastischen Stufe in der klösterlichen Niederlassung der Heiligen Verkündigung. Foto: Diözese

Mit der ersten Tonsur einer Nonne der ersten monastischen Stufe (Ryassophore) hat die Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) am 26. Juni 2026 einen wichtigen Schritt beim Aufbau ihrer neu gegründeten klösterlichen Niederlassung der Heiligen Verkündigung vollzogen. Die Schwesternschaft lebt derzeit nahe Abingdon in der englischen Grafschaft Oxfordshire und strebt die Errichtung eines dauerhaften Frauenklosters an. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.

Die Tonsur fand nach der Vesper zum Fest des heiligen Propheten Elisäus sowie der Kleinen Komplet statt. Die bisherige Novizin Victoria, eine der Gründerinnen der Gemeinschaft, erhielt den Namen Constantina zu Ehren des heiligen, rechtgläubigen Kaisers Konstantin des Großen und wurde als Nonne der ersten monastischen Stufe eingekleidet.

Hieromönch Theodor (Stanway) erinnerte in seiner Ansprache daran, dass das Fest des Propheten Elisäus den geistlichen Charakter des Tages besonders unterstreiche. Das klösterliche Leben sei eine prophetische Lebensform, die durch ihre Hingabe und ihren geistlichen Eifer auf das Reich Gottes verweise. Die Ryassa, das traditionelle klösterliche Obergewand, lade die Gebete der großen Schar der Mönchsheiligen ein und stärke jene, die den monastischen Weg einschlagen.

Am folgenden Morgen versammelten sich Gläubige aus der Londoner Kathedrale, der Pfarrei des heiligen Nikolaus in Oxford sowie aus Southampton zur Göttlichen Liturgie in der Klosterkapelle. Bei einer anschließenden Begegnung tauschten sich die Teilnehmer über das geistliche Leben, Pilgerfahrten, das Wachstum der Orthodoxie in England und die Zukunft der Schwesternschaft aus.

Die im Oktober 2024 mit dem Segen von Bischof Irenei gegründete Gemeinschaft der Heiligen Verkündigung versteht sich als geistliches Zentrum, das insbesondere jungen Menschen Begleitung und Orientierung bieten möchte. Langfristig suchen die Schwestern einen größeren Standort mit Klosterkirche, Unterkünften für weitere Nonnen sowie Möglichkeiten für Exerzitien und die Aufnahme von Pilgern und Gästen. Sie bitten die Gläubigen um Gebet und Unterstützung bei der Verwirklichung dieses Vorhabens.

Die UOJ berichtete zuvor, dass ein Großbrand das historische Klostergebäude im nordirischen Downpatrick schwer beschädigte.

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