Patriarch Daniel: Petrus und Paulus sind Vorbilder des Glaubens und der Buße

Patriarch Daniel predigte über die heiligen Apostel Petrus und Paulus. Foto: Patriarchat

Anlässlich des Festes der heiligen Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni 2026 hat der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel die beiden Apostel als „Lehrer des Glaubens und der Buße“ bezeichnet. Während der Göttlichen Liturgie in der historischen Georgskapelle der Patriarchalresidenz in Bukarest hob er ihre Bedeutung für das Leben der Kirche und das christliche Zeugnis hervor, wie das Patriarchat berichtete.

Patriarch Daniel betonte, Petrus und Paulus seien Vorbilder der Umkehr, der Vergebung, der Einheit der Kirche und der Heiligkeit des christlichen Lebens. Die Gläubigen rief er dazu auf, unaufhörlich zu beten, Werke der Nächstenliebe zu vollbringen, die Einheit der Kirche zu bewahren und den Willen Gottes zu erfüllen. Zugleich erinnerte er daran, dass beide Apostel als Schutzpatrone vieler Kirchen sowie der Menschen gelten, denen die Freiheit entzogen wurde. Die Schlüssel des Apostels Petrus stünden für Reue und Vergebung, das Schwert des Apostels Paulus für das Wort Gottes, das Wahrheit von Irrtum und Tugend von Sünde unterscheide.

In seiner Predigt erläuterte Patriarch Daniel zudem die Gemeinsamkeiten der beiden Apostel. Das Fundament der Kirche sei nach der Auslegung des Kirchenvaters Johannes Chrysostomos nicht die Person des Petrus, sondern dessen Bekenntnis zur Gottheit Christi. Beide Apostel hätten nach tiefgreifender Reue ein Leben in treuer Nachfolge Christi geführt und seien schließlich in Rom als Märtyrer gestorben. Dabei hätten sie die staatliche Autorität geachtet, ohne das Reich Gottes mit weltlicher Macht gleichzusetzen.

Zum Abschluss seiner Predigt gratulierte Patriarch Daniel allen Gläubigen, die den Namen Peter, Paul oder eine entsprechende Namensform tragen, zu ihrem Namenstag.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg in seiner Predigt zum vierten Sonntag nach Pfingsten das Spannungsfeld zwischen weltlicher und göttlicher Macht thematisierte. 

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