Serbische Diözese protestiert nach Vidovdan-Feier gegen Verhaftungen im Kosovo

Die Polizei im Kosovo hat Gläubige während der Vidovdan-Feierlichkeiten festgenommen. Foto: Orthodoxia News Agency

Am 30. Juni 2026 verhaftete die kosovarische Polizei unmittelbar nach den Vidovdan-Feierlichkeiten 37 Personen und setzte bei Durchsuchungen Gewalt gegen Gläubige ein. Unter den Festgenommenen befanden sich ein minderjähriger Jugendlicher mit seinem Vater sowie ein Mann in Nationaltracht. Darüber berichtet Orthodoxia News Agency.

Die Eparchie Raška-Prizren beschuldigte den Kosovo der systematischen Diskriminierung von Serben und forderte eine unparteiische Untersuchung unter Beteiligung der Missionen der OSZE und von EULEX. Der Prozess gegen 36 Festgenommene, die sich nicht schuldig bekennen, ist für den 1. Juli 2026 angesetzt.

In einer Erklärung der Eparchie wurden die Handlungen der Behörden als unzulässig bezeichnet, wobei unterstrichen wurde, dass die Gläubigen aufgrund zuvor verhängter Einschränkungen bewusst auf nationale Symbole verzichtet hätten.

„Die Behörden des Kosovo schützen die serbische Gemeinschaft nur vor der Zurschaustellung nationaler Symbole und betrachten diese als Symbole des Hasses und der Intoleranz“, erklärte die Eparchie. Ebenso wurde dort die Frage aufgeworfen, ob man das serbische Volk des Rechts beraube, seiner Gefallenen zu gedenken und sich in Würde auf heimatlichem Boden zu versammeln.

Vertreter der Kirche merkten an, dass Gazimestan nicht nur ein Denkmal, sondern auch ein Ort des Gebets und geistlichen Vermächtnisses sei. „Vidovdan ist für niemanden eine Bedrohung. Es ist kein Aufruf zum Hass, sondern ein Tag des Gedenkens, der Buße, der Einheit und der Hoffnung“, wird im Appell unterstrichen.

Eines der Opfer bestätigte die Gewalt und teilte mit, dass die Polizisten jeden verprügelten, der bei den Durchsuchungen den geringsten Widerstand leistete.

Die Eparchie rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich nicht auf allgemeine Worte über die Rechtsstaatlichkeit zu beschränken, sondern deren tatsächliche Anwendung zu gewährleisten. „Menschenrechte dürfen nicht von der Gemeinschaft abhängen, der jemand angehört... Wir bitten nur um minimale Rechte – das Recht zu beten und ohne Angst, verhaftet oder erniedrigt zu werden, nach Hause zurückzukehren“, resümierte man in der Eparchie Raška-Prizren.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass türkische Beamte wegen der Erpressung der Kirche von Konstantinopel verhaftet worden seien.

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